Wirtschaft + Unternehmen
Festool mit "Beste Fabrik" ausgezeichnet
Der deutsche Elektrowerkzeughersteller Festool erhielt in Nürnberg die Auszeichnung "Beste Fabrik - Laureat Deutschland". Die Wirtschaftswoche, WHU und Insead verliehen die Auszeichnung im Rahmen eines gemeinsamen Wettbewerbs, in dem Leistungen in produzierenden Betrieben verglichen werden.
Um Neidlingen in der Nähe von Stuttgart langfristig als Standort zu sichern, hat Werksleiter Tilo Schwarz die Neidlinger Fabrik zielstrebig in eine Lernorganisation transformiert. So wurden erfolgreich Lean Konzepte umgesetzt und konsequent die Philosophie der ständigen Verbesserung sowie der hohen Qualitätsstandards entwickelt. Die Mitarbeiter bringen ständig ihre Ideen zur Verbesserung des Produktionsflusses ein. Das motiviert die Mitarbeiter sowohl im Kleinen als auch im Großen. "Durch den ständigen Verbesserungsprozess wollen wir in neue, unbekannte Zonen vordringen. Um nur ein kleines Beispiel zu nennen, hat eines unserer Teams eine Beschichtungsbox entwickelt, mit der von Hand Gussteile aus Magnesium mit Pulverlack beschichtet werden können. Die Alternative - eine industrieübliche Beschichtungsanlage - wäre aufgrund der geringen Auslastung nicht rentabel gewesen", so Schwarz.
Aber auch die Führungskräfte rund um Schwarz machten sich Gedanken um die Fertigung und führten eine neue Produktionsweise ein, mit der größere Bauteile in nur einem Arbeitsgang zu fertigen und zu montieren sind. Zuvor waren dafür mehrere Arbeitsgänge notwendig. So müssen Produkte nicht erst als halbfertige Produkte zwischengelagert werden und Mängel kommen sofort auf den Tisch. Ein weiteres Beispiel ist die Fertigung eines Elektromotors, welche heute in nur viereinhalb Minuten möglich ist, wohingegen sie vor ein paar Jahren noch vier Tage dauerte. lg









