Ensinger mit neuer Österreich-NL

Drei zogen um

Ensinger hat den Hauptsitz seiner österreichischen Niederlassung von Lenzing nach Seewalchen am Attersee verlagert.

Ensinger Österreich ist mit drei seiner Kunststoffsparten in einen Neubau in Seewalchen am Attersee umgezogen. (Fotos: Ensinger)

Der Kunststoffverarbeiter errichtete auf dem neuen Firmengelände ein modernes Produktions- und Verwaltungsgebäude mit mehr als 4.000 Quadratmetern Gesamtfläche.

Mit 3.000 Quadratmetern Hallen- und 1.400 Quadratmetern Bürofläche bietet der zweigeschossige Neubau der Niederlassung Österreich Expansionsmöglichkeiten für die Fertigung und den Vertrieb ihrer Kunststoffprodukte. Am Standort Seewalchen sind drei Geschäftsbereiche von Ensinger ansässig:

Die Halbzeugsparte von Ensinger verfügt über ein Lager vor Ort und liefert thermoplastische Kunststoffstäbe, -platten und -rohre an Industriekunden in ganz Österreich.

Eine architektonische Besonderheit sind die gebogenen Fassadenscheiben.

Die Tochter Ensinger Sintimid stellt mit Hilfe von Sintertechniken Stäbe Platten und Kurzrohre aus Polyimid-Materialien her (Produktlinie TECASINT). Diese Kunststoffe verfügen über eine besonders hohe thermische Langzeitbeständigkeit – der Temperaturanwendungsbereich reicht von minus 270 Grad Celsius bis plus 300 Grad Celsius.

Der Vertrieb der Sparte Ensinger Compounds ist ebenfalls am oberösterreichischen Standort ansässig. Bei der Compoundierung werden die Rohstoffe aufgeschmolzen, mit Füll- oder Zuschlagstoffen zu dünnen Strängen extrudiert und zu Granulaten geschnitten. Durch diesen Veredelungsprozess lassen sich die Eigenschaften der Kunststoffe anwendungsspezifisch anpassen.

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Die Scheiben sind hochisolierend.

Nicht verlegt wurde die Produktion des P84-Polyimidpulvers. Sie erfolgt auch zukünftig auf dem auf dem Betriebsgelände von Lenzing.

Zehn Monate Bauzeit

Von der Entwicklung bis zur Umsetzung dauerte das gesamte Bauprojekt nur knapp zehn Monate. „Mit ihrer technischen Kompetenz und ökonomischen Lösungen haben uns die beteiligten Partner optimal unterstützt“, sagte Dr. Heimo Bieringer, Geschäftsführer der Ensinger Sintimid.

Gebogenes Isolierglas

Ein interessantes Detail der Architektur ist die Pfosten-Riegelfassade mit kreissegmentiertem, gebogenem Glas. Mit einer Viertel-Drehung führt die gläserne Fassade Besucher ins Gebäude. Die Fassade ist hoch dämmend. bw

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