Dynamischer Energiespeicher von Michael Koch

Crossbar-Roboter mit höherer Leistung

In dem jüngst eröffneten Automation Tech Center an dem Schuler Standort in Gemmingen wurde kürzlich die neue Crossbar Roboter-Generation 4.0 vorgestellt. Mit dem neuen Crossbar-Roboter 4.0 geht der Pressenbauer neue Wege nicht nur im Design, sondern vor allem auch in Sachen Energiemanagement und Prozessüberwachung. Der verbesserte Crossbar-Roboter überzeugt vor allem mit Hilfe des Dynamischen Energiespeichers - DES von Michael Koch in Sachen Ausbringungsleistung, von jetzt bis zu 15 möglichen Teilen pro Minute.

Einsatz DES in Crossbar-Roboter von Schuler (Foto: Koch)

Durch den Einsatz des DES wurde eine Steigerung der Hubzahl erreicht. Der DES bringt dem Crossbar-Roboter somit zwei Vorteile. Zum einen eine Energieeinsparung von rund 15 bis 20 Prozent, und zum anderen schafft der Roboter eine höhere Hubzahl für die Pressenverkettung. Abhängig von der Teilgeometrie können jetzt 15 Teile pro Minute bewegt werden. Der DES von Koch, der in der Handhabung so einfach wie ein Bremswiderstand und in der Effizienz vergleichbar mit einer Netzrückspeiseeinheit ist, eignet sich damit auch für viele andere Anwendungen in der elektrischen Antriebstechnik. In seiner Standardausführung ist er für alle Umrichter (Drive Controller) mit einer Zwischenkreisspannung bis 800 Volt DC (was dem gängigen Netzanschluss von 400 Volt AC entspricht), die über einen direkten Zwischenkreisanschluss verfügen, ausgelegt. Dabei gilt: auspacken, mit drei Litzen anschließen und Energie sparen - mehr Arbeitsschritte sind für den Nutzer nicht erforderlich. Der Speicher regelt sich von Beginn an selbständig. Referenzgeber für die Energieaufnahme und Energieabgabe ist der Bremschopperausgang des Umrichters. Der DES ermittelt darüber die relevanten Spannungsebenen im Gleichstromzwischenkreis des Umrichters und stellt seine Arbeitsparameter darauf ein.

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Bremst der Antrieb, steigt die Zwischenkreisspannung. Übersteigt sie den bei der ersten Bremsung ermittelten Grenzwert, nimmt der DES die Energie auf. Die Energie wird hier solange gespeichert, bis die Spannung den unteren Schwellenwert erreicht. Dann wird die gespeicherte Energie wieder in den Zwischenkreis zurückgegeben, noch bevor Energie aus dem Netz geholt wird. Dies ist der entscheidende Moment der Energieeinsparung. Der Speicher des DES entlädt sich bis auf den zuvor automatisch festgelegten Mindestpegel und wartet auf die nächste Bremsung. Die Flexibilität in Bezug auf seine Einsatzfähigkeit und seine Selbständigkeit verleihen dem Gerät das Attribut "dynamisch". Das Speichermodul arbeitet als schonender Stabilisator des Zwischenkreises und hat keinerlei Kontakt mit dem eingangsseitigen Stromnetz. pb

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