Tobias Daniel im Interview
Comaus „Italian Beauty"
Die zur Fiat-Chrysler-Group gehörende Roboterschmiede Comau will ihren Kundenkreis außerhalb der Automobilbranche in den kommenden Jahren kräftig vergrößern. Den Weg ebnen soll die Roboterfamilie Racer, deren jüngster Spross „Racer3“ im November auf den Markt kommt. Was der alles kann und wie er sich gegen die Konkurrenz auf dem deutschen Markt durchsetzen wird, erklärt Tobias Daniel, Head of Robotics Europe & Americas, im Interview mit SCOPE-Redaktionsmitarbeiterin Karin Faulstroh.
SCOPE: Mit dem Racer3, einem 6-Achs-Roboter mit 3 kg Nutzlast, stellt Comau den „Erstgeborenen einer neuen, großen Familie“ vor. Was sind die besonderen Eigenschaften dieser Familie?
Tobias Daniel: Der Slogan „Speed and Precision meet Beauty and Passion“ verdeutlicht den von uns eingeschlagenen neuen Weg in die Zukunft. Racer3 ist das jüngste Mitglied unserer Comau Roboter Familie und unsere Antwort auf die stetig steigende Nachfrage in dem Marktsegment der Kleinroboter. Mit seinem schlanken Design und hochwertigen Materialien wie zum Beispiel Aluminium und Magnesium ermöglicht das Kraftpaket hohen Durchsatz ohne Genauigkeitsverluste. Racer3 wird der schnellste Roboter seiner Klasse und besticht durch sein italienisch geprägtes Design. Der Roboter lässt sich problemlos auf Werkbänken oder an Wänden, Decken oder geneigten Stützen montieren. Die Kabelzuführung erfolgt wahlweise von unten oder der Rückseite. In den Roboter sind 40 Jahre Robotik-Erfahrungen eingeflossen. Racer3 ist unser erstes Produkt, basierend auf einer neuen Plattform.
SCOPE: Comau plant, mit dem Racer3 neue Zielgruppen außerhalb der Fiat-Chrysler-Gruppe anzusprechen. Für welche Branchen ist der Roboter vor allem geeignet - und warum?
Daniel: Racer3 wurde mit Fokus auf Applikationen in den Industrien, Elektronik, Kunststoff und Metallverarbeitung entwickelt und besitzt somit einen breiten und äußerst flexiblen Einsatzbereich für Montage, Handhabung (z. B. Bestücken, Sortieren etc.) und Qualitätsprüfungen. Auch für präzise Dispensing-Anwendungen ist Racer3 sehr gut geeignet.
SCOPE: Auf dem deutschen Markt wartet mit Kuka, Mitsubishi, Fanuc, ABB und anderen bereits harte Konkurrenz auf Comau. Mit welchen Differenzierungsmerkmalen gehen Sie in den deutschen Markt?
Daniel: Comau bietet als weltweiter Marktführer für flexible Fertigungs- und Automatisierungssysteme langjährige Erfahrung und Kompetenz im Bereich der Industrieautomatisierung. Mit unserem nachhaltigen Bekenntnis zur stetigen Innovation und Entwicklung von neuen Technologien werden wir mit Fokus auf maximalen Kundennutzen unser Portfolio stetig ausbauen. Die neue Vertriebsstrategie der Comau Robotics basiert auf einer globalen Präsenz und der engen Zusammenarbeit mit ausgewählten Partnern. Des Weiteren streben wir Vertriebskooperationen mit ausgewählten Unternehmen an. Comau ist mit 14.000 Mitarbeitern in 17 Ländern ein kompetenter und zuverlässiger Partner.
SCOPE: Ab wann und ab welchem Preis ist der Racer3 auf dem deutschen Markt erhältlich?
Daniel: Die Markteinführung ist für November 2015 geplant. Die Preise werden entsprechend zu dem Zeitpunkt kommuniziert. Natürlich können Sie dann davon ausgehen, dass wir unseren Kunden ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten werden.









