Kompakter Gelenkarmroboter

Comau präsentiert den Racer3

Dass Italiener ein Faible für Ästhetik haben, beweist Comau mit seinem neuen Hochgeschwindigkeits-Gelenkarmroboter Racer3 mit sechs Achsen, 3 kg Nutzlast und 600 mm Reichweite. Mit ihm läutet das zur FCA-Group gehörende Unternehmen auch eine neue Vertriebsstrategie ein. Am Mittwoch wurde Racer3 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Enthüllung des Racer3: Tobias Daniel, Head of Robotics Europe & Americas (links), und Mathias Wiklund, COO Robotics, läuten eine neue Ära in Comaus Geschichte ein.

Racer3 ist der dritte Roboter in der Racer-Familie und Comaus Antwort auf die steigende Marktnachfrage nach einer schnellen, kostengünstigen Roboterautomatisierung für kleine und mittelständische Betriebe und Schwellenländer. Mit der Racer-Familie will das zur FCA-Group gehördende Unternehmen zudem seinen Kundenstamm außerhalb der Automobilindustrie erweitern.

Der Racer3 vereint ästhetische Innovation mit einem ergebnisorientierten Hochleistungskonzept. Bei einer Taktzeit von weniger als 0,36 Sekunden für einen 1-kg-Bestückungszyklus gewährleisten die robuste Konstruktion und der extrem stabile Sockel eine sehr hohe Präzision und Wiederholgenauigkeit.

Der gerade mal 30 Kilogramm schwere Racer3 lässt sich auf Werkbänken oder an Wänden, Decken oder geneigten Stützen montieren. Konzipiert wurde er für allgemeine Industriesektoren, einschließlich Nahrungsmittel, Elektronik, Kunststoffe, Metallverarbeitung. Damit wird klar, dass sich derzeit bei Comau auch auf Vertriebsebene einiges ändert. "Bislang waren wir vor allem Inhouse-Lieferant für die Fiat-Chrysler-Gruppe. Künftig weiten wir unseren Vertrieb außerhalb der Gruppe aus, und das weltweit", sagt Tobias Daniel, Head of Robotics Europe& Americas. Der ehemalige Siemens-Mann baut derzeit eine neue Vertriebsmannschaft auf. Deutschland, so sagt er, sei trotz der starken Konkurrenz ein wichtiger Markt und vor allem ein wichtige Quelle für Innovationen.

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Racer3 erinnert spontan an eine flinke Schlange. Nach vorläufigen Prototypentests soll er denn auch der schnellste in seiner Klasse sein. Bei einer Taktzeit von weniger als 0,36 Sekunden für einen 1-kg-Bestückungszyklus gewährleisten die robuste Konstruktion und der extrem stabile Sockel eine sehr hohe Präzision und Wiederholgenauigkeit. Einsatzschwerpunkte sind unter anderem Montage, Materialhandhabung, Maschinenbeschickung, Kleberauftrag und Bestückung. Lieferbar ist er ab November 2015.

Warum Racer3?

Seine kompakte Symmetrie sorgt für flüssige, nahezu natürliche Bewegungsabläufe, wobei das Armverhältnis von 1:1 (zwischen Unter- und Oberarm) den Eindruck von Dynamik und kontinuierlicher Handlungsbereitschaft vermittelt

Industrieroboter mit einer Nutzlast von 30 bis 100 kg sind häufig zu groß und zu kostspielig für allgemeine industrielle Anwendungen. Diese Roboter haben in der Regel eine Reichweite von rund 2 m, ein beträchtliches Nutzlastpotenzial und ausgeklügelte Steuerungen. Kompakte Roboter lassen sich zwar einfacher montieren und benutzen, haben jedoch nicht die Stabilität und Präzision ihrer größeren Gegenspieler, oder aber sie sind zu schwer für eine Werkbank oder einen kurzen Transport. Basierend auf seiner längjährigen Erfahrung in der Automobilindustrie, wo Präzision und Zuverlässigkeit unverzichtbar sind, hat Comau einen leichten, kompakten und ökonomischen Roboter entwickelt, der über dieselbe preisgekrönte Schnelligkeit, Präzision und Wiederholgenauigkeit wie seine berühmten Geschwister verfügt.

Konstruktionsbesonderheiten

Der Konstruktionsprozess war von drei wesentlichen Zielvorgaben geprägt: der neue Racer3 sollte sofort als ein Comau Racer-Roboter zu erkennen sein; er sollte halb so hoch wie die übrigen Racer-Modelle sein, ohne Einbußen hinsichtlich Geschwindigkeit oder Stabilität; er sollte sich durch eine optimale Synergie zwischen Ästhetik und Leistungsfähigkeit bei absoluter Liebe zum Detail auszeichnen.

In Verbindung mit der 50 mm Stärke, Achse 2 und Achse 3 sorgt die spezielle Formgebung des Arms für einen deutlich größeren Arbeitsbereich, während die elegante Linienführung und Hohlkörperkonstruktion des Racer3 eine optimale Kabelführung zulassen.

Der Racer3 hat unbegrenzte Montagepositionen sowie einen großen und sehr flexiblen Arbeitsbereich. Die doppelte Zielvorgabe eines größeren Arbeitsbereichs in Verbindung mit der für absolute Präzision und Reproduzierbarkeit erforderlichen Stabilität wurde durch die stark gebeugte Armarchitektur erreicht.

In Verbindung mit der 50 mm Stärke, Achse 2 und Achse 3 sorgt die spezielle Formgebung des Arms für einen deutlich größeren Arbeitsbereich, während die elegante Linienführung und Hohlkörperkonstruktion des Racer3 eine optimale Kabelführung zulassen. kf

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