Wirtschaft + Unternehmen

Bernecker + Rainer will weiter wachsen

Bernecker + Rainer Industrie-Elektronik, kurz B&R, hält trotz Wirtschaftkrise an seinen ehrgeizigen Wachstumsplänen fest. "Wir wollen bereits 2010 wieder auf dem Niveau von 2008 sein", sagte B&R-Geschäftsführer Hans Wimmer bei einer international besetzten Pressekonferenz in Salzburg. Den Angaben zufolge erwartet der Automationsspezialist in diesem Jahr allerdings einen Umsatzrückgang von 300 auf 240 bis 250 Millionen Euro, der vor allem durch die schlechte Wirtschaftlage bei vielen Bestandkunden bedingt ist.

Neukundengeschäft fängt Rückgänge auf

Das Neukundengeschäft habe den Rückgang aber deutlich niedriger als im Branchenschnitt ausfallen lassen. Ein Wachstumsschub im nächsten Jahr sei durch zahlreiche bereits anvisierte Projekte sehr realistisch.
Peter Gucher, Geschäftsführer des internationalen Geschäfts stützte diese Einschätzung: "Wir gewinnen Marktanteile dazu, deshalb glauben wir, dass wir am Ende der Rezession deutlich besser dastehen werden als davor." Alle Niederlassungen hätten auch diesem Jahr Neukunden gewonnen, vor allem im industriellen Bereich. Das Wachstumsziel des Unternehmens bleibe deshalb bei durchschnittlich 15 Prozent im Jahr.

Innovationen sicher Wachstum

Als Motivation für den ungebremsten Expansionshunger nennen die Geschäftsführer unter anderem bereits eingeführte oder anstehende Neuerungen im Automationsmarkt, darunter die Verschmelzung von Robotersteuerung und SPS, ein Fünf-Achs-CNC-Steuerungssystem, das mit dem Werkzeugmaschinenbauer MAG realisiert worden ist, oder umfassende integrierte Sicherheitstechnik. Darüber hinaus hat sich B&R zum Komplettanbieter weiterentwickelt, der immer weitere Produktlücken schließen konnte. Unter anderem bieten das Unternehmen künftig auch Frequenzumrichter sowie Netzteile an und hat ein komplettes Getriebeprogramm ins Leben gerufen, das auf der SPS/IPC/Drives erstmals vorgestellt wird.

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Expansion am Stammsitz

B&R, das in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen feiert, hat soeben seinen Stammsitz in Eggelsberg bei Salzburg beträchtlich vergrößert. Zum Jahresende soll die Expansion von vormals 20.000 auf 55.000 Quadratmeter abgeschlossen sein. Gut 50 Millionen Euro hat der Automatisierer in die Hand genommen, um neue Fertigungsanlagen, Montage- und Testhallen sowie Entwicklungs- und Schulungskapazitäten zu schaffen. Der Automationsanbieter beschäftigt an seinem Hauptsitz im Salzburger Land derzeit 1.000 Mitarbeiter. ff

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