Auftragseingang auf Rekordniveau

Leichtes Umsatzplus für Hermle

Die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG verzeichnete im vergangenen Jahr einen Konzernumsatz von 305,9 Millionen Euro (+1%). Der schwäbische Werkzeugmaschinenhersteller, so heißt es, habe sich damit im Rahmen der Erwartungen entwickelt.

Sowohl das Neumaschinen- als auch das Servicegeschäft verliefen demnach erfreulich. Realisiert wurde das Wachstum im Aus-and, wo Hermle ein Plus von 9,4 % auf 184,6 Mio. Euro erzielte (Vj. 168,8). Dagegen nahm das Inlandsvolumen von 133,9 Mio. Euro auf 121,3 Mio. Euro ab. Damit legte die Exportquote von 55,8 % auf 60,3 % zu.

Der Hermle-Auftragseingang vergrößerte sich 2013 gegen den rückläufigen Branchentrend um mehr als 15 % auf das Rekordniveau von 352,3 Mio. Euro (Vj. 306,1). Hermle profitierte vom ungebrochenen Trend zu hoher Maschinengenauigkeit und -geschwindigkeit ebenso wie vom positiven Investitionsklima in vielen wichtigen Märkten außerhalb Deutschlands. So nahmen die neuen Bestellungen aus dem Ausland um 27,5 % auf 220,7 Mio. Euro zu (Vj. 173,1). Der inländische Ordereingang lag mit 131,6 Mio. Euro geringfügig unter dem Vorjahresniveau von 133,0 Mio. Euro.

Die Ertragslage von Hermle bewegte sich trotz eines intensiven Wettbewerbsumfelds und Kostensteigerungen in einzelnen Bereichen, beispielsweise durch höheren Energiebeschaffungsaufwand wegen der EEG-Umlage und die vergrößerte Belegschaft, annähernd auf dem sehr guten Vorjahresniveau. Das Betriebsergebnis (EBIT) belief sich konzernweit auf 62,2 Mio. Euro (Vj. 63,6) und das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf 62,3 Mio. Euro (Vj. 63,9). Daraus errechnet sich eine erneut sehr hohe Brutto-Umsatzmarge von 20,4 % (Vj. 21,1 %). Unter dem Strich erzielte Hermle 2013 einen Konzernjahresüberschuss von 45,5 Mio. Euro (Vj. 46,0). Auf dieser starken Basis werden Vorstand und Aufsichtsrat der Maschinenfabrik Berthold Hermle AG der Hauptver-sammlung am 2. Juli 2014 eine unverändert hohe Ausschüttung vorschlagen: eine Basisdividende von 0,80 Euro je Stamm- und 0,85 Euro je Vorzugsaktie zuzüglich eines Bonus von 7,20 Euro pro Aktie. Je Vorzugsaktie ist damit eine Ausschüttung von 8,05 Euro geplant. Die entsprechende Beschlussfassung erfolgte auf der Aufsichtsratssitzung am 28. April 2014.

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Mit dem erneut sehr soliden Ergebnis wurde das gute finanzielle Fundament von Hermle gefestigt. Der operative Cashflow vor Veränderung des Working Capital lag ähnlich wie im Vorjahr bei 51,5 Mio. Euro (Vj. 53,2). Die liquiden Mittel nahmen zum Jahresende von 85,3 Mio. Euro auf 97,6 Mio. Euro zu. Die Eigenkapitalquote belief sich auf 71,6 % (Vj. 72,0 %). Um die Kapazitäten an die anhaltend hohe Nachfrage anzupassen, steigerte Hermle 2013 die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte konzernweit von 4,3 Mio. Euro auf 7,8 Mio. Euro. Ein Schwerpunkt lag auf dem Ausbau und der Umstrukturie-rung der Blechfertigung. Darüber hinaus investierte das Unternehmen in die Kapazitätserweiterung der Teileferti-gung am Standort Gosheim, in Service und Vertrieb sowie IT-Hard- und Software.

Auch die Belegschaft wurde im Zuge der guten Nachfrageentwicklung ausgebaut: Ende des Berichtsjahres beschäftigte Hermle im Konzern 946 Mitarbeiter, 19 Personen mehr als zum Vorjahresstichtag (Vj. 927). Neben Neueinstellungen, insbesondere für den Auslandsvertrieb und -service, wirkten sich hier die Übernahme von Auszubildenden mit erfolgreichem Abschluss und die entsprechende Neubesetzung der frei gewordenen Ausbildungsplätze aus. Die Hermle AG bildete Ende 2013 wie ein Jahr zuvor 93 junge Menschen aus, das waren rund 12 % der Gesamtbelegschaft am Standort Gosheim. Außerdem wurden bestehende Leiharbeitsverträge in feste Arbeitsverhältnisse umgewandelt. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten führte Hermle 2013 auf hohem Niveau fort.

Auf der Hausausstellung des Unternehmens, an der Anfang April 2014 wieder zahlreiche Fachbesucher aus dem In- und Ausland teilnahmen, konnte mit der C 12 unter anderem ein neues, besonders kompaktes Bearbeitungszentrum präsentiertwerden, das das Angebot von Hermle nach unten abrundet.

In das laufende Jahr ist Hermle dynamisch und mit einem hohen Auftragsbestand von 133,4 Mio. Euro gestartet (Vj. 87,0). Unter der Voraussetzung einer wie angekündigt positiven Branchenkonjunktur und einer stabilen Situation auf den wichtigsten Auslandsmärkten sieht das Unternehmen im Gesamtjahr 2014 gute Chancen für einen Umsatz- und Ergebnisanstieg im oberen einstelligen Prozentbereich. Allerdings bestehen sichtbare Risiken aus einer möglichen Verschärfung der Ukraine-Krise, deren gesamte direkte und indirekte Auswirkungen derzeit nur schwer abzuschätzen sind.

Neuwahl eines Aufsichtsratsmitglieds

Dr. Jürgen Reimer hat sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrats der Maschinenfabrik Berthold Hermle AG mit Wirkung zum Ablauf der Hauptversammlung am 2. Juli 2014 niedergelegt und wird zu diesem Zeitpunkt aus dem Gremium ausscheiden. Der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung vorschlagen, an seiner Stelle Dietmar Hermle, bis 31. März 2014 Sprecher des Vorstands der Maschinenfabrik Berthold Hermle AG, in den Aufsichtsrat zu wählen. kf

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