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Alpha Ventus: Austausch der M5000-Gondeln abgeschlossen
In Deutschlands erstem Offshore-Windpark Alpha Ventus ist der Austausch der sechs Areva Wind Gondeln beendet. Damit können alle zwölf Windkraftanlagen wieder voll in Betrieb genommen werden. Die Arbeiten für den Gondeltausch hatten Anfang September begonnen und konnten heute erfolgreich abgeschlossen werden.
Bei den Windenergieanlagen des Typs M5000 waren im Frühling erhöhte Temperaturen an den Gleitlagern aufgetreten, woraufhin zwei Anlagen außer Dienst gestellt wurden. Der Wechsel der Gleitlager erforderte gemäß Wartungskonzept den Austausch des Maschinenhauses, der sogenannten Gondel. Zunächst wurden die beiden seit Frühjahr außer Dienst stehenden Turbinen an den Park-Standorten AV07 und die AV09 getauscht, die danach wieder erfolgreich in Betrieb genommen werden konnten. Es folgten die Anlagen an den Parkstandorten AV 08, 10, 12, 11, die bis zu ihrem Tausch bei teilweise reduzierter Maximalleistung kontinuierlich Strom ins Netz eingespeist hatten. Der Tauschvorgang pro Turbine konnte innerhalb weniger Stunden mit der Demontage des Rotorsterns und dem Absetzen der alten Gondel, Aufsetzen der neuen Gondel und Remontage des Rotors vollzogen werden.
Anschließend folgten elektrotechnische Arbeiten zur Wiederinbetriebnahme sowie Testläufe bis zum Erreichen der Nennleistung von 5MW. Zum Transport der neuen Maschinenhäuser von Eemshaven zum Offshore-Testfeld und für den Gondeltausch kamen bewährte Spezialschiffe zum Einsatz, wie die Jack-up Barges, sogenannte Hubinseln, JB 114 und die Sea Worker.
Dr. Claus Burkhardt, Leiter Betrieb Offshore, Energie und Umwelttechnik der Ewe, Geschäftsführer der Doti und Gesamtprojektleiter von Alpha Ventus: "Als Betreiber freuen wir uns sehr, dass der Gondeltausch trotz wetterbedingter Verzögerungen in relativ kurzer Zeit erfolgreich beendet werden konnte. Nun können alle zwölf Anlagen wieder ins Netz einspeisen, während es zwischenzeitlich leider nur zehn waren. Die so kurz nach der Errichtung und Inbetriebnahme erforderlichen Reparaturen aufgrund der Temperaturerhöhungen der Gleitlager waren kein originäres Offshore-Problem. Die Herausforderungen Offshore, auch zum Gondeltausch, sind natürlich die Logistik und die Wetterbedingungen auf See. Um eine sinnvolle Offshore-Lösung herbeizuführen, haben wir gemeinsam mit dem Auftragnehmer Areva Wind Lernerfahrungen aus der Bauphase umgesetzt. Wir werten den Gondeltausch als weitere Erfahrung, die in zukünftige Offshore-Projekte und vermutlich auch in die Produktions- und Wartungskonzepte der Turbinenhersteller einfließen wird."
Am 16. November 2010 ist es ein Jahr her, dass die letzte der zwölf Offshore-Turbinen errichtet wurde, nach insgesamt siebenmonatiger Errichtungszeit für die Windkraftanlagen. Die feierliche Inbetriebnahme erfolgte am 27. April durch den Bundesumweltminister. Trotz sukzessiver Inbetriebnahme, Probebetrieb, Stillständen und Reparaturarbeiten haben die zwölf Anlagen der 5 MW-Klasse bis Oktober zusammen über 140 Gigawattstunden Strom produziert. lg









