Jubiläum

Daniel Schilling,

90 Jahre Süddeutsche Elektromotoren Werke

SEW Eurodrive feierte am 13. Juni sein 90-jähriges Jubiläum.

Zum Jubiläum kreierte SEW-Eurodrive ein eigenes Logo © SEW-Eurodrive

Am 13. Juni 1931 gründet der Bankkaufmann Christian Pähr die Süddeutschen Elektromotoren Werke, SEW, im nordbadischen Bruchsal. Verschiedene Elektro- und Getriebemotoren, die Elektro-Bandsägen "Millicut", der Hobler "Simplitt", die Elektro-Kreissägen "Circut" und die Schleifmotoren "Poliglitt" bilden das Produktionsprogramm des Start-ups. Die großen Erfolge seines Unternehmens erlebt Pähr allerdings nicht mehr. Nur vier Jahre nach der Gründung verstirbt er im Alter von 70 Jahren. Fortan leitet seine Witwe Kunigunde Pähr das Unternehmen, unterstützt von der gemeinsamen Tochter Edeltraut. 1945 übernimmt Ernst Blickle, Edeltraut hatte zwischenzeitlich geheiratet, die Geschäftsführung des Unternehmens und in den Folgejahren begann ein rasches Wachstum.

Technologische Entwicklungen

Von der Erfindung des Vorgelegemotors 1928 bis zum Getriebemotor heutiger Ausprägung war es nur ein kurzer Weg. Das einmal erkannte Grundprinzip des effizienten Getriebemotors wurde durch SEW-Eurodrive kontinuierlich weiterentwickelt. Neue Herstellungsverfahren führten zu einer stetigen Leistungsoptimierung und einem Maximum an Zuverlässigkeit und Energie-Effizienz.

Mitte der 1960er Jahre gelang es SEW-Eurodrive als erstem Unternehmen im Bereich der Antriebstechnik, ein modulares Baukastensystem für die Herstellung von Getriebemotoren zu entwickeln. Auf der Basis einer überschaubaren Anzahl von standardisierten Einzelteilen und Baugruppen war es von nun an problemlos möglich, wirtschaftlich und in kurzer Zeit Antriebslösungen zu realisieren, die nicht nur durch ihre Vielseitigkeit, sondern auch durch ihre gleichbleibend hohe Qualität überzeugten.

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Unternehmerische Entwicklungen

Gleichzeitig mit der Entwicklung des Baukastensystems, forcierte SEW-Eurodrive den Weg auf die internationalen Märkte. Aufgrund der permanent steigenden Auslandsnachfrage war es für Ernst Blickle schon Anfang der 1960er Jahre beschlossene Sache, dass die Antriebslösungen von SEW-Eurodrive auch direkt vor Ort in den Märkten der Kunden montiert werden müssten. Den Anfang machte 1960 die Gründung des ersten SEW-Tochterunternehmens im französischen Hagenau. Ab 1968 ging es dann Schlag auf Schlag. Heute verfügt SEW-Eurodrive über 17 Fertigungs- und 85 Montagewerke sowie eigene Vertriebsniederlassungen und Vertretungen in 52 Ländern.

Anfang der 1990er Jahre entschied sich das Unternehmen unter der Führung von Rainer und Jürgen Blickle – Ernst Blickle verstarb 1986 – zur Eigenentwicklung von Steuer- und Regelungslösungen und dem Aufbau einer entsprechenden Elektronikproduktion. Diese wurde nach kurzem Bestehen gleich zur „Fabrik des Jahres“ gekürt. Auch die Elektronik basiert auf dem Baukastensystem und bildet heute eines der wichtigen Standbeine des Unternehmens. Mittlerweile ist die damalige Fabrik zu klein geworden und so wurde 2019 die neue Elektronikfertigung in Bruchsal bezogen.

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