Werkstoffe

Ein bewährtes Verfahren

zur Abtrennung von Suspensionen aus einer flüssigen Phase ist die Flotation, oft bekannt als Druckentspannungsflotation. Erweiterung findet dieses Verfahren nun durch das sogenannte Micronic Air System von Buck Engineering, dass die Flotation bei 80 oder 90 Grad Celsius – bisher nicht realisierbar – ermöglicht. Bei einer gleichzeitigen Verbesserung der Trennleistung! Die Technik eignet sich, um bestehende Anlagen umzurüsten oder neue Anlagen in wesentlicher kleinerer Bauweise auszuführen.

Prinzipiell basiert die Flotation darauf, dass sich bei höheren Drücken Luft in Wasser löst, die dann beim nachfolgenden Entspannungsvorgang im Wasser als Mikroblasen auftreten, ein feines Blasenfeld bilden und den Trennvorgang durch Anlagerung dieser Feinstblasen an die Partikel und durch deren Aufschwimmen bewirken. Diese Löslichkeit von Luft in Wasser ist abhängig von Druck und Temperatur – gleichzeitig die begrenzende Faktoren der konventionellen Druckentspannungsflotation.

Dank der Entwicklung von porösen Strukturen lassen sich mit dem neuen System nun Feinstblasen erzeugen, deren Größenverteilung günstiger ist als bei der Druckentspanungsflotation. Das System baut sich aus Keramikscheiben auf, die von innen mit Druckluft beaufschlagt werden. Ihre Struktur bewirkt auf der Außenseite die Bildung feinster Blasen mit Größen von 2 bis 50 µm (Druckentspannungsflotation: 50 bis 100 µm). Da die Blasen sehr fein sind und ihre Neigung, sich zu größeren Blasen zu agglomeriern sehr gering ist, entsteht beim Aufsteigen ein homogenes Blasenfeld. Das ist ideal zur Flotation und auch zur Begasung von Flüssigkeiten.

Anzeige

Den Angaben der Entwickler von Buck Engineering zur Folge lassen sich mit dem neuen System viele Altanlagen optimieren. Durch die Vergrößerung des Blasenfeldes und des Blaseneintrags wird die Flotierbarkeit gesteigert; der Klarlauf wird verstetigt und das Konzentrat ist in der Regel höher eingedickt. Beim Bau von Neuanlagen wird durch den Einsatz der Keramikscheiben die Baugröße der Anlage verringert.

Mit dem neuen System wird die Anwendbarkeit der Flotation erheblich erweitert. Es lohnt, sich mit dieser neuen Alternative auseinanderzusetzen, da kostenintensivere Verfahren ersetzt werden können. Der Einsatz ist in vielen industriellen Produktionsbereichen denkbar wie zum Beispiel in der Lebensmittelindustrie, bei der Trennung von Fetten nach Vorabscheidung oder in der Papierindustrie.ms

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Fabrikplanung ohne Druckluftnetz

Wie Vakuum mobil wird

Modulare Fabriken, mobile Robotik und steigende Energiepreise verändern die Automatisierung grundlegend. Eine Lösung: Ohne Druckluft in die Zukunft. Elektrische Vakuumsysteme senken Kosten, sparen Energie und unterstützen flexible Fertigungs- und...

mehr...

Industrielle Drucklufttechnik

Aerzen übernimmt ACI

Die Aerzener Maschinenfabrik GmbH (Aerzen) stärkt ihre Marktposition in der industriellen Drucklufttechnik: Mit der Übernahme von Air Center International GmbH (ACI) bietet das Unternehmen erstmals Kompressoren von 2,5 bis 40 bar, inklusive ölfreier...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Jetzt Newsletter abonnieren