Leichtbau auf der Formnext 2022

Andreas Mühlbauer,

Neue Werkstoffe und digitale Dienstleistungen für die AM-Branche

In Zusammenarbeit mit Hessen Trade & Invest und der Wirtschaftsförderung Bremen hatte Leichtbau BW auf der Formnext erneut einen Gemeinschaftsstand organisiert, um dort Innovationen aus Baden-Württemberg, Hessen und Bremen zu präsentieren.

Versuchsträger „eVee“, ein Modell eines Einsitzers für kleine, effiziente Stadtfahrzeuge zur Erprobung neuarti-ger Technologien wie Leichtbau-Chassis oder neuartige Antriebskomponenten. © Leichtbau BW

Während der vier Messetage machte die Formnext 2022 die Metropole Frankfurt am Main zum internationalen Innovationszentrum des weltweiten Additive Manufacturing und der modernen Industrieproduktion. Mit mehr als 800 Ausstellern auf vier Hallenebenen hat die Weltleitmesse dabei neue Maßstäbe gesetzt: Zu den zahlreichen Weltpremieren und innovativen Entwicklungen zählten unter anderem neue AM-Technologien, neue und verbesserte AM-Systeme sowie neue Materialien von Holz bis Keramik, Softwarelösungen, Dienstleistungsangebote und Lösungen für die Nachbearbeitung.

Zur positiven Bilanz hat außerdem ein spannendes Rahmenprogramm beigetragen: Zahlreiche Sonderschauen, Symposien und weitere Events boten den Besuchern die Möglichkeit, in unterschiedliche Bereiche der additiven Fertigung und in verschiedene Anwendungsindustrien einzutauchen und neueste Entwicklungen zu diskutieren. In Frankfurt wurden zudem wichtige Antworten auf drängende industrielle Zukunftsfragen wie dezentrale Produktion, sichere Prozessketten, Effizienz und Nachhaltigkeit vorgestellt.

„Einmal mehr hat sich gezeigt, dass die Formnext für die Fachwelt eines der Branchenhighlights des Jahres ist“, betont Dr. Wolfgang Seeliger, Geschäftsführer von Leichtbau BW. „Um das Potenzial des industriellen 3D-Drucks für leichtere sowie funktionsoptimierte Bauteile voll auszuschöpfen, sind verbesserte Technologien, neue Werkstoffe sowie digitale Dienstleistungen gefragt. Die vor Ort gezeigten Lösungen und Innovationen führen deutlich vor Augen, wie intensiv AM mittlerweile in anspruchsvollsten industriellen Anwendungen genutzt wird.“

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Aussteller aus Baden-Württemberg präsentieren zahlreiche Innovationen

Wie das Ganze in der Praxis aussehen kann, haben unter anderem die Partnerunternehmen der Leichtbau BW demonstriert: So ermöglicht die von Rosswag aus Pfinztal entwickelte Online-Plattform „Addimap“ den unkomplizierten Handel mit Prozessparametern und validierten Werkstoffdaten. Darüber hinaus bietet Karl Späh aus Scheer als einer der ersten Dienstleister am Markt die spezielle Kombination des Multi-Jet-Fusion-Fertigungsverfahrens mit Polypropylen für den breiten Markt an. Dieser Werkstoff überzeugt neben günstigen Materialkosten unter anderem mit einer hohen chemischen Beständigkeit.

Neue Ergebnisse aus der AM-Forschung zum Anfassen präsentierte außerdem der InnovationsCampus Mobilität der Zukunft (ICM): Die Forschenden der Universität Stuttgart und des Karlsruher Instituts für Technologie haben auf der Messe das Leichtfahrzeug „eVee“ vorgestellt, das mit neuartigen Elektromotoren aus der additiv-subtraktiven Fertigung ausgestattet ist.

Die beiden sinterbasierten 3D-Druck-Technologien Cold-Metal-Fusion und MoldJet stehen derweil bei der MIMplus Technologies im Fokus: Exemplarisch zeigten die Vertreter des Unternehmens aus Ispringen einen filigranen Drehsteller in futuristisch anmutender Optik. Einen weiteren spannenden Ansatz verfolgt die Murtfeldt Additive Solutions: Mit MurSint PA12 blau stellte die Ideenschmiede aus Tübingen ein neues Material für den lebensmittelechten 3D-Druck vor, das auch für Anwendungen in der Pharmaindustrie geeignet ist.

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