Formnext-Sonderschau

Vom Werkstoff zum Bauteil

Wie entscheidend die richtige Auswahl der Werkstoffe für ein Bauteil ist, zeigt die Formnext 2015 mit ihrer Sonderschau „Vom Werkstoff zum Bauteil“. Auf der Messe und Konferenz für Additive Technologien und Werkzeug- und Formenbau (17. – 20. November in Frankfurt am Main) wird der Einsatz von Werkstoffen sowohl für die konventionelle Fertigung (z.B. Spritzguss) als auch für die Additiven Fertigungsverfahren gezeigt.

Mit der Sonderschau „Vom Werkstoff zum Bauteil“ zeigt die formnext 2015 die weiteren Entwicklungsmöglichkeiten im Bereich Werkstoffe auch für die Additiven Verfahren.“ Foto: WZR ceramic solutions GmbH Rheinbach

Die Auswahl und Bereitstellung passender Werkstoffe für die Additive Fertigung sind ein sehr aktuelles Thema für die weitere Entwicklung dieser noch jungen Technologie in Richtung Serienfertigung. Mit ausgewählten Exponaten und anhand plakativer Beispiele von der Zahnbürste und Brillengläsern über Flugzeugteile bis zu Bremsscheiben erläutert die Sonderschau innovative Wege in die Zukunft.

Anhand des Themas Zahnersatz präsentiert die Sonderschau zum Beispiel unterschiedliche Fertigungsmöglichkeiten für Knochenstifte – einmal konventionell aus Keramik und gesintert aus Titan. Damit zeigt die formnext auch, welchen Einfluss die Materialien auf die späteren Eigenschaften und Fertigungsverfahren haben.

„Bei der Herstellung neuer Produkte sollten die Anforderungen an das Bauteil entscheidend sein für die Auswahl der Werkstoffes“, so Professor Wolfgang Kollenberg, von der WZR ceramic solutions GmbH Rheinbach und Fachausschuss-Leiter Additive Fertigung bei der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde. Kollenberg hat in Kooperation mit der formnext die Sonderschau entwickelt und organisiert.

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Die formnext will mit der Sonderschau auch die weiteren Entwicklungsmöglichkeiten im Bereich Werkstoffe – gerade für die Additiven Verfahren – aufzeigen. „Leider stehen in diesem Bereich derzeit noch viel zu wenige Rohstoffe zur Verfügung, was in der Öffentlichkeit nicht wirklich bekannt ist“, so Kollenberg. Für die Idee der unbegrenzten Fertigungsmöglichkeiten durch 3D-Druck müsste noch einiges an Entwicklungsarbeit bei den Werkstoffen geleistet werden.

Doch nicht nur Materialien für die Additive Fertigung werden auf der Sonderschau „Vom Werkstoff zum Bauteil“ zu sehen sein. Anhand einer Zahnbürste wird demonstriert, wie mehrere Materialien und Borsten im Spritzguss vereinigt werden. „Für den Werkzeugbau ist die schlichte Zahnbürste nämlich ein High-End-Produkt“, so Kollenberg. kf

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