Werkstoffe

Weiterentwicklung im Materials Management

Anlässlich der Fakuma stellte Motan-Colortronic weitere Neuheiten vor. Für das Materials Management - Trocknen, Fördern, Dosieren und Mischen - waren als Höhepunkte der Luxor CA 8, Silentline, Gravinet GP und Spectrocolor G samt Hochtemperatur-Version mit dabei. Den Interessenten wurde veranschaulicht, dass das Unternehmen die applikationsorientierten Lösungen bietet, die für nachhaltiges wirtschaftliches und störungsfreies Verarbeiten in allen Kunststoff-Disziplinen am ertragreichsten sind.

Luxor CA 8

Das Misch-und Dosiersystem Spectrocolor G.

Das Unternehmen bietet den Luxor CA Drucklufttrockner jetzt in vier Größen an. Neu hinzugekommen ist Luxor CA 8 mit 8 Liter Trockentrichter und einer Trockenleistung von 1,5 bis 4 kg/h. Er ergänzt die bisher lieferbaren Größen mit 15, 30 und 60 Liter Trockentrichter. Alle Modelle verwenden auf atmosphärischen Druck entspannte Druckluft. So werden Taupunkte von unter -20° C erreicht und konstant gehalten. Die Baureihe steht für ausgereifte Funktionalität und Bedienerfreundlichkeit. Die Bedienungselemente sind selbsterklärend. Die Luftmenge ist stufenlos regelbar. Mit dem Luftmengendiagramm für verschiedene Materialien und Durchsätze hat der Bediener alle Einstellungsparameter auf einen Blick vor Augen. Die zylindrischen Trockentrichter sind vollständig isoliert. Dies gewährleistet einen gleichmäßigen Trocknungsprozess bei geringem Energieverbrauch. Durch ihre leichte und kompakte Bauweise lassen sich die Trockner einfach auf allen Verarbeitungsmaschinen montieren. Sie können optional auf Rollgestellen eingesetzt werden, die sich durch geringe Stellfläche, Stabilität und Robustheit auszeichnen.

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Spectrocolor G

Rezepturgenauigkeit und Konsistenz sind Schlüsselfaktoren für die Produktqualität und damit auch für die Rentabilität. Auf der Grundlage des motan Materials Management Know-how kam das Misch-und Dosiersystem Spectrocolor G auf den Extrusionsmarkt. Die Anwendungen wie beispielsweise Blasfolie, Profil- und Rohrextrusion, Flachfolie und Platte, Kabel und Faser, aber auch die Compoundierung umfassen somit alle Extrusions-Disziplinen. Die Hochtemperatur-Version ist für eine Materialeingangstemperatur von max. 180°C bzw. 355°F ausgelegt. Zusätzlich zu den genannten Applikationen ist mit dem Hochtemperatur Spectrocolor G jetzt auch Faser (PA, PET) und HT-Platte und -Folie möglich. Kundenvorteile: flexible, prozessorientierte Adaption für überfütterte Einschneckenextruder sowie unterfütterte Doppelschneckenextruder. Zudem zeichnet sich dieses Misch- und Dosiersystem durch hohe Kurz- und Langzeitdosiergenauigkeit aus. Es liefert dem Anwender höchste Mischkonstanz durch das motan Fallmischprinzip. Sichere Materialnachfüllung ist gewährleistet durch Fördergeräte mit Zwangsverschluss oder über einen Doppelschieber und Vorlagebehälter. Mehr noch, die beliebige Kombinationsmöglichkeit von bis zu sechs Dosiermodulen mit jeweils einem Durchsatzbereich von 0,2 bis 1200 kg/h pro Dosierachse lässt quasi keine Option offen. Zudem hat der Bediener eine intuitive Steuerung zur Verfügung ¿ ein Touch-Screen-Farbdisplay in LCD-TFT-Ausführung und einen Installations-Assistenten (Wizard). Die Prozessüberwachung erfolgt mittels Prozessdatengrafiken pro Dosiermodul und für die gesamte Dosierstation. Mit dem modular aufgebauten Spectrocolor G für LIW (Loss-In-Weight) Dosierung von leicht und normal fließendem Granulat und von Mahlgut erhält der Anwender ein Gerät mit günstigem Preis-Leistungs-Verhältnis. Umfangreiche Testreihen im Dauerbetrieb bestätigen eine konstant hohe Dosierleistung mit einer Dosierkonstanz von bis zu 0,5 Prozent. Höchste Betriebssicherheit und damit eine absolut zuverlässige Wiederholgenauigkeit sind folglich gewährleistet. Alle metallischen, Granulat berührenden Teile sind aus Edelstahl und alle Wiegetrichter verfügen über Sichtgläser zur visuellen Füllstand-Kontrolle. Zur Standardausstattung gehören die automatische Kalibrierung und ein Rezepturspeicher für mehrere Misch-Rezepturen. Zur Überwachung der Produktqualität werden die tatsächlich verwogenen und dosierten Mengen ständig mit den Soll-Werten per Feedback-Regelung verglichen. Zum Datenaustausch, zur Datensteuerung und Vernetzung der LIW Prozessdatensätze dient eine Ethernet-Anbindung zum Material-Management. Ein 5,7¿ Touchscreen-Farbmonitor kommuniziert als kleiner PC mit Soft-SPS. Mittels eines optionalen OPC-Servers kann die Spectrocolor G Technologie Daten mit übergeordneten BDE-Prozess-Managementsystemen und -Datenbanken austauschen.

Silentline

Für Ruhe und Sicherheit beim Fördern von Kunststoff-Granulat sorgt jetzt eine neu entwickelte doppelwandige Edelstahlrohrleitung mit der Bezeichnung Silentline (ruhige Förderlinie). Der Zwischenraum ist ein Luftpuffer, der das Innenrohr - und damit das zu transportierende Material - von der Umgebung isoliert. Das dämpft den Schall erheblich und sorgt für ein ruhiges Arbeitsklima. SilentLine reduziert den Lärmpegel um mindestens 12 dB(A). Das entspricht einer Geräuschverringerung um mehr als 50 Prozent. Zusätzliche sechs dB(A) Schalldämmung bringt die materialschonende Förderung mit IntelliFlow von motan. Die Vakuum-Verlust-Erkennung innerhalb der SilentLine ist einzigartig auf dem Markt, sorgt sie doch - mit Hilfe eines außen angebrachten Strömungsmessers - dafür, dass Leckagen sofort identifiziert und behoben werden können. Damit erübrigen sich herkömmliche Methoden wie zeit- und kostenintensive visuelle Kontrollen entlang von hunderten Metern Rohrlinien und aufwändige Reparaturen. Silentline wirkt präventiv gegen angesaugte Falschluft an Schadstellen, unterbrochene Materialförderung oder gar Produktionsausfall. Die "ruhige Förderlinie" hat zudem den Vorteil der Wärme-Isolierung und Energie-Einsparung. Der Luftpuffer zwischen Innen- und Außenrohr verringert die Wärmeabgabe nach außen. Das getrocknete Material erreicht die Verarbeitungsmaschine ohne kritische Abkühlung. Die Installation eines zusätzlichen lokalen Trockners erübrigt sich. "Silentline lässt sich mit allen gängigen Rohrleitungen von motan kombinieren, an kritische Stellen in Produktionshallen oder auch besonders gefährdeten Rohrabschnitten wirkungsvoll einsetzen. Das ist ein weiterer Beitrag zur Steigerung der Ressourcen- und Energieeffizienz", sagt Ulrich Eberhardt, Group Managing Director - CEO, motan holding gmbh, Konstanz.

Gravinet GP

"Gravi" deutet auf eine Steuerung für gravimetrische Anwendungen. "net" bedeutet, dass sie in der motan Steuerungswelt vernetzt werden kann, und "GP" steht für das bewährte Graviplus. Diese neue Steuerung ist durchgängig modular aufgebaut (Logik, HMI, Schnittstellen, etc.). Die Anzahl der Dosiermodule ist quasi unbegrenzt. Mindestens vier Prozesslinien können simultan gesteuert und überwacht werden. Die Steuerung regelt bis zu acht Materialkomponenten kontinuierlich und synchron. Die bekannte Bedienoberfläche der bisherigen Steuerung wurde prinzipiell beibehalten, aber weitreichend optimiert. Das neue große Webpanel mit 12,1" TFT Touchscreen wird mit installierter Visualisierungssoftware geliefert. Die Verbindung zur Steuerung erfolgt via Ethernet. Somit ist Gravinet GP ein vollwertiges Mitglied der Motan Controlnet Familie. Dadurch lässt es sich gut mit anderen Motan Steuerungen aus den Bereichen Lagern, Fördern, Trocknen, Dosieren und Mischen kombinieren. kf

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