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Die Nanoliter-Lösung

Ein neues Einweg-Patronensystem vereinfacht Klebe-, Löt- und Dichtprozesse im Kleinmengenbereich und erhöht die Abgabepräzision. Fluidtechnisch optimierte Komponenten verbessern die Fließeigenschaften und verhindern Restmengen.

Optimaler Materialfluss: Die Entwicklung des neuen Partonensystems beinhaltete die intensive Bewertung des Strömungsverhaltens.

Für die wirtschaftliche Kleinmengen-Dosierung von fließfähigen Kleb- und Dichtstoffen sowie Lötpasten sind moderne Patronensysteme das Mittel der Wahl. Bei Ein-Komponenten-Anwendungen lassen sich damit – je nach Material und Düsendurchmesser – winzige Einzelpunkte bis in den Nanoliter-Bereich applizieren. Aufgrund der immer weiter voranschreitenden Miniaturisierung in fast allen Bereichen der Technik steigen jedoch die Anforderungen an solche Patronensysteme. Zumal sie längst nicht mehr nur in Feinmechanik und Elektronikfertigung zum Einsatz kommen.

Der US-amerikanische Hersteller EFD nahm dies zum Anlass, ein neues Patronensystem für Ein-Komponenten-Anwendungen zu entwickeln. Es wird hierzulande seit einigen Wochen von der Gesellschaft für Löttechnik GLT angeboten und verspricht gegenüber bisherigen Lösungen eine bessere Flüssigkeitsabgabe sowie deutlich reduzierte Restmengenverluste. Das System trägt den Namen Optimum und besteht aus vier Komponenten: Der Patronenhülse, dem Druckkolben, einer Endkappe sowie einer Auslasskappe (hier wird die Düsenspitze angesetzt). Bei der Entwicklung des Patronensystems wurden laut GLT-Firmenchef Roland Keck „alle Komponenten in ihrer Geometrie konstruktiv und strömungstechnisch optimiert“. Konkret bedeutet das vor allem allerlei Verbesserungen im Detail. Die kleinen Polyäthylen-Kolben sind zum Beispiel so konstruiert, dass sie perfekt und absolut dicht an der Innenwand der Patrone entlang gleiten.

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Erreicht wird diese extreme Passgenauigkeit durch eine hochpräzise Formgebung während der Herstellung sowie doppelte Abstreiflippen am Kolbenrand. Eingearbeitete Kanäle unterstützen zudem die Luftverdrängung während des Füllvorgangs. Die konstruktiv optimierten Kolben laufen in formstabilen Polymer-Patronen, deren Innenwand-Geometrie ebenfalls unter strömungstechnischen Gesichtspunkten verbessert wurde. Der Hersteller spricht in diesem Zusammenhang von einen Zero Draft Design, das Klebstoffe, Dichtungsmaterialien oder Lötpasten homogener fließen lässt und Turbulenzen reduziert.

Auch das Design der End- und Auslasskappen wurde überarbeitet. Die Endkappen haben eine Druckwölbung, die die Kappe rundum fest und luftdicht gegen die Patronenwand drückt. Über den Flansch der Patronen rastet die Kappe sicher ein – es kommt weder zu einem Austritt von Flüssigkeit noch zu einer Kontaminierung. Die Auslasskappen sind selbstentlüftend und verfügen an ihrem ¼-Zoll-NPT-Anschluss über eine konische Ansenkung, die den zuverlässigen und leckagefreien Verschluss gewährleistet. Und: Eine grob gerippte Greiffläche vereinfacht die manuelle, ein Sechskant hingegen die automatisierte Installation.

Konformität nach FDA und RoHS

Das optimierte Patronensystem entspricht den FDA- und RoHS-Kriterien. Um ein breites Einsatzspektrum abzudecken, bietet GLT die Patronehülse (74 bis 946 ml) in durchsichtiger Ausführung an sowie in UV-schützender Bernsteinfarbe oder einer Licht abweisenden, schwarzen Variante. Ganz wichtig: Die neuen Patronen sind kompatibel mit den meisten handelsüblichen Haltern.

Über diesen Patronensystem hinaus erhält der Anwender bei GLT moderne Dosiersysteme und passendes Zubehör. Und wenn größere Mengen zu verarbeiten sind, liefert das Pforzheimer Unternehmen auch automatische Ventilsysteme sowie das handhabungstechnische Umfeld. ms

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