Schrauben mit Stützhülse

Leichter verbinden

Im modernen Automobilbau werden aus Gewichtsgründen zunehmend Komponenten aus Kunststoff eingesetzt, die neben dem Leichtbau weitere Vorteile bieten können. Die überwiegend eingesetzten thermoplastischen Kunststoffe haben aber das Bestreben, eingebrachte Spannungen über die Zeit, beschleunigt durch Temperatureinwirkung, abzubauen. Direkte Folge dieses Phänomens ist der Rückgang der Vorspannkraft der Schraubverbindung. Man bezeichnet diesen Effekt auch als Relaxation.

Um die vielfältigen Vorteile dieser Kunststoffe auch im Kraftfahrzeug-Motorenbau nutzen zu können, werden gezielt Stützelemente in die zu verschraubenden Bauteile eingesetzt. Diese nehmen die Vorspannkraft aus der Schraubverbindung auf, ohne dabei eine schädigende Belastung des Kunststoffes zuzulassen. Diese als „Stützhülsen“ bezeichneten Elemente bestehen aus einem System von Schraube und Hülse, welche „unverlierbar“ miteinander verbunden sind. Bekannte Anwendungen sind beispielsweise Zylinderhauben, Kunststoff-Ölwannen oder Saugmodule.

Die für diese Anwendung eingesetzten Stützhülsen sind derart gestaltet, dass sich die Schraube beim Aufsetzen des Kunststoffbauteils zurückschieben lässt und das Teilgewinde der Schraube in der Hülse aufgenommen werden kann. Die Stützhülse muss somit länger sein als die Einschraubtiefe der Schraube; sie bestimmt damit ebenso die Dicke des Kunststoffbauteils. Aktuelle Anforderungen moderner Motorenentwicklung verlangen aufgrund des knappen Bauraumes allerdings eine Minimierung der Bauteilhöhe. Unter diesen speziellen Bedingungen stoßen herkömmliche Stützhülsen an ihre funktionellen Grenzen. Unter der Bezeichnung Tensiotec Teleskop hat Ejot eine Teleskop-Stützhülse entwickelt, die diese besonderen Anforderungen erfüllt. Dieses Verbindungselement ermöglicht aufgrund der speziellen Auslegung eine Flanschdicke, die kleiner ist als die Einschraubtiefe der Schraube.

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