Cybersicherheit
Schwachstellen in gängiger Software
Analysten des Kaspersky Lab ICS CERT (Industrial Control Systems Cyber Emergency Response Team) haben eine Reihe schwerwiegender Schwachstellen im Lizenz-Management-System „Hardware Against Software Piracy (HASP)“ gefunden. Das System wird häufig in Unternehmens- und ICS-Umgebungen zur Aktivierung lizensierter Software genutzt. Weltweit dürften daher Hunderttausende oder mehr Systeme von dieser Schwachstelle betroffen sein, so Kaspersky.
Es wurden insgesamt 14 Schwachstellen in den Komponenten der Software-Lösung identifiziert; darunter waren mehrere DoS-Schwachstellen (Denial-of-Service) und verschiedene RCEs (remote execution of arbitraty code), die sich beispielsweise automatisch mit den höchsten Systemrechten statt normalen Nutzerrechten ausnutzen lassen. Angreifer können so jeden beliebigen Code ausführen. Alle identifizierten Schwachstellen sind potenziell hochgefährlich und könnten den Unternehmen schwere Schäden zufügen.
Die betroffenen USB-Tokens zur Aktivierung von Software-Lizenzen funktionieren im Regelfall wie folgt: ein System-administrator, der auf einem Rechner eine Software aktivieren muss, würde dafür den Token einstecken. Dieser prüft dann, ob die entsprechende Software tatsächlich legitimiert ist (es sich also nicht um eine Raubkopie handelt) und aktiviert sie, damit sie der Nutzer des PCs oder Servers verwenden kann. Wird der Token erstmals mit dem PC oder Server verbunden, lädt das Windows-Betriebssystem den passenden Software-Treiber vom Server des Herstellers herunter, damit der Token einwandfrei mit dem Computer arbeiten kann. Es ist auch möglich, dass der Treiber zusammen mit Dritt-anbieter-Software installiert wird, die das genannte System zum Lizenzschutz verwendet.
Laut den Kaspersky-Experten setzt die Software nach ihrer Installation den Port 1947 ohne korrekte Benachrichtigung des Anwenders auf die Ausnahmeliste der Windows-Firewall und ermöglicht so Attacken aus der Ferne. sw
Embedded World, Halle 4, Stand 369








