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Midea will Kuka übernehmen
Der chinesische Heizungs-, Klimaanlagen- und Haushaltsgerätehersteller Midea hat dem Vorstand der Kuka AG heute seine Entscheidung zur Abgabe eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots für alle ausstehenden Kuka-Aktien mitgeteilt. Danach bietet Midea allen Aktionären der Gesellschaft eine Gegenleistung in Höhe von 115,00 € je Aktie in bar.
Midea hält derzeit einen Anteil von 13,5 Prozent an der Augsburger Roboterschmiede. Als Bedingung für das Übernahmeangebot wollen sich die Chinesen mindestens 30 Prozent an Kuka sichern. Die Kontrolle über die geschäftlichen Abläufe wollen sie jedoch nach eigenen Angaben nicht gewinnen. Midea erklärte, man beabsichtigte, Kuka bei ihrem Wachstum zu unterstützen, insbesondere als führender deutscher Anbieter von Industrie 4.0-Lösungen sowie bei der weiteren Marktdurchdringung in China. Des Weiteren sichere Midea insbesondere den Erhalt des Hauptsitzes der Gesellschaft in Augsburg, der derzeitigen Belegschaftsstärke in Deutschland und den ausländischen Standorten, der Marke „KUKA" sowie die weitere Notierung der Aktien der Kuka in Deutschland. Zudem würde Midea den Verbleib des bestehenden Managements ebenso wie den Verbleib der beiden großen deutschen Aktionäre in der Gesellschaft begrüßen.
Nach der Veröffentlichung der Angebotsunterlage werden Vorstand und Aufsichtsrat diese sorgfältig prüfen und die begründete öffentliche Stellungnahme zu dem Angebot abgeben, heißt es aus Augsburg.
Midea mit Sitz in Guangdong, China, zählt mehr als 200 Tochtergesellschaften und neun strategische Geschäftsbereiche. Der Gesamtumsatz des Unternehmens belief sich im Geschäftsjahr 2015 auf mehr als 18,7 Mrd. Euro. Der Konzern beschäftigt weltweit rund 100.000 Mitarbeiter an 21 Standorten. Das Unternehmen ist an der Börse von Shenzhen notiert.
Kuka erzielte in 2015 mit rund 12.300 Mitarbeitern einen Umsatz von knapp 3 Mrd. Euro. kf








