Ventilinselkonzept

Flächenbedarf von Maschinen optimieren

„Das Ventilinselkonzept der CPX/MPA von Festo unterstützt uns dabei, eine ganz neue Maschinengeneration zu entwickeln“, erklärt Riccardo Panepinto, Operations Manager bei der Cama-Gruppe in Italien. Positiver Effekt dabei: Der Platzbedarf der neuen Cama-Verpackungsmaschinen sinkt um rund ein Drittel. Das ist einer der Gründe, warum die Italiener sie die „Bahnbrechende Generation“ nennen.

Glänzendes Beispiel einer neuen Maschine aus der „Bahnbrechenden Generation“ von Cama mit geringerem Platzbedarf: der Side-Loader „CL“. In drei Schritten werden Kartons geöffnet, mit vielen unterschiedlichen Produkten befüllt und verschlossen. (Foto: Festo/Cama)

Mit dem optimierten Platzbedarf für Maschinen eröffnen sich für Markenartikler ganz neue Horizonte im Anlagenlayout ihrer Fabriken. Sie haben jetzt mehr Platz und gewinnen Flexibilität zur Integration anderer Anlagenteile in der Linie. Cama nannte diesen Innovationsprozess „Bahnbrechende Generation“. Dieses neue Maschinenkonzept unterstreicht das Lean Design von Sekundärverpackungsmaschinen und Robotern, für der italienische Maschinenbauer am Markt bekannt ist. „Diese Maschinengeneration wird uns ganz neue Wachstumsperspektiven ermöglichen“, freut sich Panepinto. Charakteristisch für konventionelle Maschinen ist der große außerhalb der eigentlichen Maschinenstruktur gelegene Schaltschrank. Seine Steuerungen sind mit einer Vielzahl von meterlangen Kabeln und Schläuchen mit den Antrieben, Sensoren und Ventilen im Feld verbunden.

Weniger Leitungen und Schläuche: Mit dem Ventilinselkonzept der CPX/MPA sinken Installationszeit und Bauraum um rund ein Drittel. (Foto: Festo/Cama)

Mit der „Bahnbrechenden Generation“ gestaltete das Unternehmen seine Maschinen komplett neu. Dies ermöglicht es, den Flächenbedarf einer Maschine zu reduzieren. Dabei werden die Schaltschränke mit den elektrischen und pneumatischen Komponenten in den Ecken des Maschinensockels integriert. Der geringere Flächenbedarf für Maschinen macht vieles möglich: Zahl und Länge der Kabel und Schläuche gehen zurück und die benötigten Baugruppen und Komponenten können leicht dort platziert werden, wo sie benötigt werden. Sie sind damit leichter zugänglich. Kernprodukt ist die Ventilinsel CPX/MPA von Festo in Schutzart IP65.

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„Deutlich weniger und kürzere Kabel und Schläuche, die verbunden werden müssen, vereinfachen und verkürzen die Installation. Das ist ein klares Alleinstellungsmerkmal der neuen Maschinen“, schwärmt der Anlagenbauer über die erhöhte Effizienz. Die Lösung verbindet die pneumatischen und elektrischen Steuerketten und bindet sie einfach, schnell, flexibel und nahtlos an alle Automatisierungskonzepte und firmenspezifischen Standards an. „Zusätzlich bietet sie Diagnose-Funktionen. Anforderungen großer Markenhersteller wie etwa die vorbeugende Wartung können wir damit leicht erfüllen“, so Panepinto. Auch das Thema Maschinensicherheit ist bei der neuen Maschinengeneration umgesetzt. Für das Entlüften ist das Druckaufbau- und Entlüftungsventil MS6-SV der Esslinger Spezialisten im Einsatz. Es schützt zuverlässig vor unerwartetem Anlauf und hat die 1,5-fache Entlüftungsleistung verglichen mit der Belüftungsleistung.

Zur neuen „Bahnbrechenden Maschinengeneration“ gehört der von Cama vorgestellte CL 175, ein flexibler Side-Loader. Das Unternehmen hat diese Verpackungsmaschine in Layout und Funktion umgestaltet. Sie kann Schrumpffolien, Beutel, Taschen, Tiefziehverpackungen, Blister und weitere Primärverpackungen in vorgefertigte Kartons laden. In einem ersten Schritt werden die Kartons aus einem Depot gepickt, geöffnet und mithilfe einer Rotationseinheit auf die Werkstückträger eines Förderbandes gelegt. Das Belade-Handling lädt die Produkte in die Kartons mit einer intermittierenden-kontinuierlichen Bewegung. Diese Handhabungseinheit besteht hauptsächlich aus einer elektrischen EGC-Achse des Automatisierers zum Anfahren von Zwischenpositionen sowie einem pneumatischen Minischlitten DGSL. Die EGC hilft dabei, Montagezeiten um 30% einzusparen gegenüber selbst zusammengestellten und montierten elektrischen Achsen. Der bewusste Einsatz von pneumatischer und elektrischer Antriebstechnologie ermöglicht Präzision bei gleichzeitiger Belastbarkeit. In einem nächsten Schritt bewegen sich die Kartons zur letzten Station, in der sie verschlossen werden. Schließlich gelangen die Kartons auf das Ausgangs-Transportband. jg

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