Effizienzprogramm trägt Früchte

Bosch Rexroth wächst in schwierigem Umfeld

Bosch Rexroth konnte den Umsatz im Geschäftsjahr 2014 nach vorläufigen Zahlen um 3,5 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro steigern und damit die rückläufige Entwicklung des Jahres 2013 überwinden.

Der Antriebs- und Steuerungshersteller für industrielle und mobile Anwendungen stellt sich seit 2013 mit einem Effizienzprogramm konsequent auf die veränderten Rahmenbedingungen ein. So ist insbesondere die Volatilität der Nachfrage gestiegen und gleichzeitig haben sich die Anforderungen der Kunden an die Flexibilität ihrer Lieferanten deutlich erhöht.

Trotz des Einbruchs der Baumaschinenproduktion in China, der deutlich abgeschwächten Konjunktur in Brasilien sowie der Krise in Osteuropa erreichte Bosch Rexroth 2014 nach vorläufigen Zahlen ein Umsatzwachstum von 3,5 Prozent. "Wir wurden von der schwachen Nachfrageentwicklung in wichtigen Märkten nicht überrascht, hatten aber gehofft, dass wir von unseren Märkten mehr Rückenwind erhalten würden. Unsere positive Umsatzentwicklung zeigt jedoch, dass wir auf dem richtigen Weg sind", betonte Dr. Karl Tragl, Vorstandsvorsitzender der Bosch Rexroth AG. Das bereinigte Wachstum berücksichtigt den Verkauf der Pneumatik-Sparte zum 1. Januar 2014. Im Berichtsjahr erzielte Bosch Rexroth insgesamt einen Umsatz in Höhe von 5,6 Milliarden Euro nach einem vergleichbar gerechneten Wert von 5,4 Milliarden Euro im Jahr 2013.

In Europa (ohne Deutschland) konnte Bosch Rexroth den Umsatz im Geschäftsjahr 2014 deutlich steigern und in Deutschland mit dem Markt leicht wachsen. Getrieben durch die hohe Nachfrage in den USA stieg auch der Umsatz in der Region Amerika. In Asien lag der Umsatz leicht unter dem Wert des Vorjahres. Maßgeblich hierfür war die Entwicklung in China. Hier konnte der starke Einbruch der chinesischen Baumaschinen-Produktion um bis zu 70 Prozent durch Erfolge in anderen Branchen des Maschinen- und Anlagenbaus nur teilweise ausgeglichen werden.

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Der Auftragseingang verlief im Berichtsjahr für Bosch Rexroth leicht rückläufig. Maßgeblich hierfür waren Investitionskürzungen in Branchen, in denen Bosch Rexroth traditionell stark vertreten ist. Betroffen waren vor allem die Branchen Bergbau, Erdölförderung und Landwirtschaft infolge deutlich gesunkener Erzeugerpreise für Rohstoffe und Lebensmittel. Darüber hinaus sanken die Wachstumsraten für die Nachfrage nach Investionsgütern vor allem auch in aufstrebenden Märkten wie Brasilien.

Bosch Rexroth hat bereits Ende 2013 ein Effizienzprogramm gestartet und stellt sich damit auf die dauerhaft veränderten Bedingungen in wichtigen Absatzmärkten des Unternehmens ein. Das Vorhaben fokussiert unter anderem auf nachhaltige Kostensenkungen und Portfoliooptimierungen. Für 2015 erwartet Bosch Rexroth, auch durch Wachstumsimpulse von neuen Produkten und Geschäftsmodellen, aus heutiger Sicht erneut eine insgesamt positive Umsatzentwicklung. So wird Bosch Rexroth auf der Hannover Messe 2015 zum Beispiel neue Industrie 4.0-fähige Hydraulik-Lösungen vorstellen.

Die endgültigen Geschäftszahlen für 2014 wird das Unternehmen am 7. Mai 2015 im Rahmen seiner Jahrespressekonferenz vorstellen. kf

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