Branchenentwicklung 2020 und Ausblick 2021

Andreas Mühlbauer,

AMA: Sensorik und Messtechnik wieder im Aufwind

Sensorik und Messtechnik verzeichneten im Jahr 2020 ein Umsatzminus von 2 Prozent. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die Branche jedoch wieder mit einer deutlich positiveren Entwicklung von 9 Prozent Umsatzwachstum.

Für 2021 erwarten die Unternehmen der Sensorik und Messtechnik wieder einen deutlichen Umsatzzuwachs. © AMA, DESTATIS

Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik befragte seine Mitglieder im Januar 2021 zur wirtschaftlichen Entwicklung des zurückliegenden Geschäftsjahres 2020. Nach eigenen Angaben erwirtschaftete die Branche insgesamt ein Umsatzminus von 2 Prozent. In den ersten beiden Quartalen sanken die Umsätze, im dritten und vierten Quartal zogen diese wieder an. Das vierte Quartal schloss die Branche mit einem deutlichen Umsatzplus von 10 Prozent ab, verglichen mit dem Vorquartal.  

Galt die Branche bisher als besonders investitionsfreudig, so wurden viele Investitionen im vergangen Jahr zurückgefahren. Insbesondere große Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern investierten zögerlich. Kleine und mittelgroße AMA-Mitglieder investierten mehr als im Vorjahr. Insgesamt plant die Branche für das laufende Jahr die Investitionen wieder um 11 Prozent zu steigern. 

Branche verzeichnet deutlichen Exportanstieg

Die traditionell starke Exportquote der Branche verzeichnete einen weiteren Anstieg. Seit 2016 gehen die Exportquoten ins europäische Ausland allerdings zurück, während die Exportquote ins nicht europäische Ausland kontinuierlich weiter ansteigt. Insgesamt lag die Exportquote im Jahr 2020 bei 61 Prozent. Die Exportquote ins europäische Ausland lag im zurückliegenden Jahr bei 24 Prozentpunkten.  

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Pandemiebedingt führte auch die Sensorik und Messtechnik Kurzarbeit ein. Setzten im dritten Quartal noch 58 Prozent der Unternehmen auf Kurzarbeit, reduzierte sich die Anzahl im vierten Quartal auf 52 Prozent. Nach dem im zweiten Quartal rund 38 Prozent aller Arbeitsplätze der Branche in Kurzarbeit waren, betrug der Anteil der betroffenen Arbeitsplätze zum Ende des Jahres 2020 nur noch 11 Prozent.

Pandemie wirkt sich positiv auf Digitalisierung aus

Der AMA-Verband befragte seine Mitglieder, ob und auf welchen Gebieten pandemiebedingt digitalisiert wird. 86 Prozent der Mitglieder geben an, dass die Covid-19-Pandemie zu einer verstärkten Digitalisierung in den Unternehmen führt. Große wie auch kleine und mittelständige Unternehmen gaben an, insbesondere den eigenen Vertrieb zu digitalisieren.

„Das Jahr 2020 war auch für unsere Branche kein gutes Jahr. In der ersten Jahreshälfte sanken Umsätze, Investitionen und die Anzahl der Arbeitsplätze. Dank Kurzarbeit konnten spezialisierte Fachkräfte unserer Mitglieder gehalten werden“, sagt Thomas Simmons, Geschäftsführer AMA Verband für Sensorik und Messtechnik. „Im zweiten Halbjahr zogen die Umsätze und Auftragseingänge wieder an, und die Investitionsbereitschaft wächst. Das stimmt die Branche insgesamt positiv, sie erwartet ein Umsatzplus von 9 Prozent für das Geschäftsjahr 2021.“ 

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