Integration von Bestandszählern in digitale Energiesysteme

Melanie Steinbeck,

Spectra digitalisiert bestehende Zählerinfrastrukturen

In der Gebäudeautomation, im Energiemonitoring und nicht zuletzt bei der Modernisierung bestehender Anlagen entscheidet die Qualität der Daten darüber, wie effizient ein System am Ende arbeitet. Transparente Prozesse und optimierte Betriebskosten setzen voraus, dass Verbrauchswerte lückenlos erfasst und ausgewertet werden können.

Integration von Bestandszählern in digitale Energiesysteme

© Spectra

Genau hier setzt das G30 M-Bus Gateway der Spectra GmbH & Co. KG an. Die kompakte Lösung integriert bestehende Strom-, Wasser- und Gaszähler in moderne Kommunikationsstrukturen und schafft damit die Verbindung zwischen etablierter Messtechnik und zeitgemäßen Systemarchitekturen. M-Bus-Zähler werden angebunden, die erfassten Daten über Modbus TCP und Modbus RTU an übergeordnete Systeme wie Gebäudeleittechnik oder Energiemanagement-Plattformen weitergereicht. Verbrauchswerte lassen sich so zentral erfassen, analysieren und für Optimierungsmaßnahmen nutzbar machen.

Besonders ins Gewicht fällt die integrierte WLAN-Schnittstelle. Sie erlaubt die drahtlose Übertragung der Zählerdaten und senkt den Installationsaufwand deutlich. Vor allem in Bestandsanlagen, in denen zusätzliche Verkabelung nur mit erheblichem Aufwand möglich wäre, erleichtert das die Integration spürbar.

Auch die Bauform ist auf die Praxis zugeschnitten: Mit Abmessungen von 90 × 56,4 × 40 mm eignet sich das Gerät für beengte Einbausituationen. Gleichzeitig erfüllt es die Anforderungen industrieller und gebäudetechnischer Anwendungen. Ein erweiterter Betriebstemperaturbereich von -40 °C bis +75 °C sowie eine Rahmenerdung zum Schutz vor elektrostatischer Entladung sorgen für einen zuverlässigen Betrieb auch unter anspruchsvollen Bedingungen. Status-LEDs auf der Front ermöglichen eine schnelle Diagnose des aktuellen Gerätezustands.

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Für die Einbindung in unterschiedliche Applikationen ist das Gateway entsprechend breit aufgestellt: Es verfügt über eine M-Bus-Master-Schnittstelle, Ethernet für Modbus TCP, eine serielle Schnittstelle (RS232/RS485) für Modbus RTU sowie WLAN. Die Konfiguration erfolgt über eine integrierte Weboberfläche, die eine strukturierte Parametrierung aller Schnittstellen erlaubt.

Am Ende steht ein vergleichsweise einfacher Schritt mit großer Wirkung: Bestehende Zählerinfrastrukturen lassen sich mit dem G30 M-Bus Gateway digitalisieren und ohne aufwendige Umbauten in moderne Automatisierungs- und Energiemanagementsysteme überführen.

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