Sensorik + Messtechnik
Elektrische Defekte aufspüren
Die Thermografie an Elektroanlagen – also die Untersuchung von Klemmen, Sicherungen und Schaltschränken mit einem Kamerasystem, das die Wärmeabstrahlung misst – hat sich in den letzten Jahren schnell weiterentwickelt. Instandhaltungsabteilungen von größeren Unternehmen schützen so beispielsweise die Produktionsanlagen vor teueren Stillständen oder gar Brandfällen durch einen Kurzschluss. Hiermit wird die zustandsorientierte Instandhaltung möglich und fehlerhafte Teile können genau dann ausgetauscht werden, wenn ein Defekt aufzutreten droht. Ausfälle entstehen also erst gar nicht. Aber die Investition in diese sinnvolle Technik war für kleinere Produktionsstätten und Handwerksbetriebe bisher oft schlicht zu teuer. Flir Systems bietet für die Inspektion von elektrischen, aber auch mechanischen Komponenten eine ganze Palette von speziell kalibrierten Infrarotkameras an. Die neue handgehaltene Infrarotkamera macht jetzt preisgünstige Infrarot-Untersuchungen von bestehenden Elektroinstallationen, aber auch die Prüfung von neuen Installationen zur Abnahme möglich.
Wie kann man einen Fehler schon in der Entstehung erkennen? Gibt es Kriechströme, die ihre Umgebung erhitzen und dadurch erkennbar werden? Mit der Kamera erkennt der Anwender defekte Sicherungen und Kabelverbindungen ebenso einfach wie Schaltschrankelemente, die nicht mehr korrekt arbeiten – denn diese werden meist deutlich wärmer. Auf diese Art können die Elektroanlagen sowie die Stromversorgung von Gebäuden oder Produktionsanlagen entscheidend optimiert und der Reparaturaufwand sinnvoll minimiert werden. Außerdem kann die Thermografie wichtige Daten für die Planung von Reparaturmaßnahmen liefern oder dient schlicht zum Nachweis der Qualität einer neuen Elektroinstallation. Die neue InfraCAM eignet sich besonders für diese Anwendungen. Mit ihrem Aufnahmechip stellt sie Wärmebilder auf ihrem eingebauten 3,5 Zoll-Farbdisplay dar. Aufgrund der wählbaren Farbpaletten können Temperaturunterschiede deutlich hervorgehoben werden. Natürlich kann man diese Bilder dann im Büro zur weiteren Bearbeitung auch über eine Schnittstelle auf den PC übertragen und in Standard-Windows-Programmen wie Word, Excel oder Powerpoint weiterverarbeiten. Die Kamera misst Temperaturunterschiede von nur 0,2 °C innerhalb eines großzügig dimensionierten Temperaturbereichs von -10 ºC bis +350 °C. Sie ist ergonomisch gut ausbalanciert, mit 550 Gramm sehr leicht und damit ermüdungsfrei auch in robuster Umgebung einsetzbar. Die einfache Bedienung ermöglicht dem Benutzer schon nach wenigen Minuten verwertbare Ergebnisse zu erzielen.
Die Menüführung erfolgt über einen Joystick und vier Bedientasten. Außerdem verfügt die Kamera über einen eingebauten Laserpointer, der den Fehler markiert und so eine einfache Fehlerzuordnung gewährleistet, ohne dass eine zweite Person benötigt wird. Staub- und spritzwassergeschützt gemäß Schutzart IP54 kann die Kamera in rauer Umgebung und im Freien eingesetzt werden, wobei die langlebigen Akkus ununterbrochene Inspektionszeiten von bis zu sieben Stunden ermöglichen. Sie speichert bis zu 50 Infrarot-Bilder in ihrem internen Speicher. Das Kamera-Paket enthält aber auch die eigens von Flir entwickelte Software, mit der grundlegende Nachbearbeitungsmöglichkeiten des aufgenommenen IR-Bildes und die Generierung einfacher Berichte im PDF-Format möglich sind. Dr. Peter Stipp [email protected]









