Anwenderbericht
Gießerei modernisiert Anlagenpark mit Drahtgurt-Durchlaufstrahlanlage
Die spanische Gießerei Funosa investiert im Rahmen ihrer Modernisierungsstrategie in eine Drahtgurt-Durchlaufstrahlanlage des Typs RDGE 1250 von Rösler Oberflächentechnik GmbH. Die Anlage ist für die Bearbeitung schwerer Eisengussteile ausgelegt und verfügt über eine installierte Turbinenleistung von 340 kW sowie verschiedene Sicherheits- und Wartungsfunktionen.
Funosa produziert seit über 100 Jahren Gussteile aus Eisen und fertigt mittlere und große Serien für unterschiedliche Industriezweige. Nach Unternehmensangaben investiert das Unternehmen seit mehr als zehn Jahren kontinuierlich in die Modernisierung seines Anlagenparks. Diese Maßnahmen sind Teil einer ESG-orientierten Roadmap mit Schwerpunkten auf Energieeffizienz, Digitalisierung und der Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks.
Als Beispiel nennt das Unternehmen die Investition in eine neue Kernschießmaschine, durch die sich jährlich rund 53 Tonnen Sand einsparen lassen. Mit der Anschaffung der neuen Strahlanlage zum Entsanden von Gussprodukten wird dieser Modernisierungsschritt fortgeführt.
„Für uns ist dieser Schritt ein weiteres, wichtiges Engagement in die Zukunft. Wir ersetzen durch die Rösler-Drahtgurt-Durchlaufstrahlanlage eine veraltete Technologie eines anderen Anbieters und setzen auf eine effizientere, leisere und sicherere Anlage“, so Antonio Ortega, technischer Geschäftsführer von Funosa.
Auslegung für schwere Eisengussteile
In der RDGE 1250 werden vorwiegend flache, aber schwere Gussteile aus Eisen bearbeitet, darunter Maschinenteile oder LKW-Dreieckslenker mit einem maximalen Stückgewicht von 150 Kilogramm. Für diese Anwendung wurde ein verstärktes Transportband ausgelegt, das während des Strahlprozesses die strukturelle Integrität sicherstellen und einen kontinuierlichen Betrieb ermöglichen soll. Zudem muss gewährleistet sein, dass das Band das hohe Teilegewicht über die Umlenkrolle transportieren kann.
Die Anlage verfügt hierzu über eine perforierte Umlenkrolle in Verbindung mit einer pneumatischen Ausführung zur automatischen Gurtspannung. Dadurch wird das Transportband mit den Werkstücken schlupffrei durch die Anlage geführt. Die maximale Bandgeschwindigkeit in der Strahlkammer beträgt sechs Meter pro Minute.
Die Strahlkammer ist mit acht Turbinen des Typs EVO42 ausgestattet, die mit Wurfschaufeln aus gehärtetem Werkzeugstahl bestückt sind. Vier Turbinen sind oberhalb, vier unterhalb des Drahtgurts angeordnet. Die maximale Gesamtleistung beträgt 340 kW. Die Turbinen verfügen über eine Vibrationskontrolle.
Verschleißschutz und Konstruktion
Die Strahlkammer besteht aus 8 mm dickem Vollmanganstahl. Zusätzlich sind im gesamten Strahlbereich 15 mm starke Verschleißschutzplatten aus Manganstahl installiert, die im Dachziegelprinzip angeordnet und austauschbar sind. Im sogenannten Hot-Spot-Bereich der Turbinen kommt eine zusätzliche 20 mm starke Auskleidung aus Werkzeugstahl zum Einsatz.
„Wir bieten Funosa mit dieser Anlage nicht nur eine extrem leistungsstarke und robuste Lösung zum Entsanden massiver Eisengussteile, sondern wir haben auch die Themen Wartungsfreundlichkeit und Sicherheit in den Fokus genommen“, erklärt Global Sales Expert Norman Peter von Rösler. „Um die Produktivität aufrechtzuerhalten, ist eine Minimierung der Ausfallzeiten bei der Turbinenwartung unerlässlich. Dies wird durch Hilfsmittel wie einen Brückenkranwagen unterstützt, der einen schnellen und sicheren Austausch der Turbinen ermöglicht, die jeweils fast 300 Kilogramm wiegen.“
Zur weiteren Ausstattung zählen Wartungs- und Instandhaltungsbühnen mit Treppenzugang, eine Sicherheitskontakt-Leiste zur Absicherung des Entladevorgangs bei manueller Teileabnahme vom Drahtgurt sowie ein Palettenablageplatz mit Sicherheitssensorik auf der Wartungsbühne.
Integration in das Maschinenkonzept
Die neue Strahlanlage wird in das bestehende Maschinenkonzept bei Funosa integriert.
„Die Rösler-Anlage passt perfekt in unser Maschinenkonzept bei Funosa. Wir sind begeistert von der überlegenen Oberflächengüte, die wir in den Testbearbeitungen und bei der Maschinenabnahme bei Rösler erreichen konnten, und sind voller Vorfreude auf die ersten Inhouse-Tests bei uns nach der Inbetriebnahme“, freut sich Antonio Ortega von Funosa. „Die Zusammenarbeit mit Rösler ist ein bedeutender Schritt nach vorne, nicht nur hinsichtlich unseres Bestrebens nach stetigen Verbesserungen und mehr Nachhaltigkeit, sondern festigt auch unsere Position als Marktführer in den Bereichen Innovation und operative Exzellenz.“










