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Artikel und Hintergründe zum Thema

Produktionssystem

Hier läuft die Frontschnauze vom Band

Robotergestütztes Produktionssystem. Indat stellt ein System für die Fertigung von Pkw-Frontendträgern vor.

Aus 3D-Simulation: Produktionssystem für die Fertigung von Pkw-Frontendträgern. (Bild: Indat)

Als komplettes Produktionssystem einschließlich Handhabung aller Einzelteile und Verkettung der einzelnen Fertigungsschritte hat Indat Robotics eine Anlage für die Produktion von Pkw-Frontendträgern konzipiert. Die Anlage umfasst mehrere Roboter für die Handhabung und Montage der Bauteile und für das Be- und Entladen einer Spritzgießmaschine sowie eine effiziente Materialflusslösung von der Zuführung der Rohteile bis zur Ausschleusung der Fertigteile. Eine besondere Herausforderung war es, auf engstem Raum ein Produktionssystem neben einer Spritzgießmaschine zu integrieren.

Die zu fertigenden Frontendträger bestehen aus mit Kunststoff umspritzten Blechen und daran montierten Z-Streben. Im Fahrzeug befindet sich der Frontendträger vor den Kotflügeln und bildet das tragende Element für das gesamte Frontendmodul samt Scheinwerfern. Das von Indat komplett entwickelte und gebaute Produktionssystem kann ohne Rüstzeiten verschiedene Varianten der Frontendträger fertigen und besteht aus mehreren Bereichen. Im Bereich „Rohteile“ werden die einzelnen Blechteile über ein Palettenband zugeführt, von einem Roboter entladen und auf einer Zwischenablage zusammengesetzt. Im Bereich „Maschine“ werden die zusammengesetzten Blechteile von einem zweiten Roboter von der Zwischenablage abgeholt und in eine Spritzgießmaschine geladen, wo sie mit Kunststoff umspritzt werden. Anschließend wird das Halbfertigteil aus der Maschine entladen und über eine Abkühlstrecke dem Fügeplatz zugeführt. Hier arbeiten zwei Roboter zusammen. Einer handhabt die Halbfertig- und Fertigteile zwischen Band und einer Fügestation, während ein weiterer Roboter Z-Streben von einem weiteren Zuführband entnimmt und in das Halbfertigteil einschiebt. Die von Indat entwickelte Fügestation verpresst dann die Z-Strebe mit dem Frontendmodul zum fertigen Frontendträger.

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Von der Konzeption über die Konstruktion und Softwareentwicklung bis zur Inbetriebnahme wurde die Produktionsanlage aus einer Hand geliefert – inklusive Materialflusskonzept: Es beinhaltete unter anderem die Entwicklung spezieller Paletten sowie eine Lösung für die Pufferung der Paletten zwischen den einzelnen Bereichen und für das Kühlen der Halbfertigteile nach dem Spritzgießen. pb

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