Stauförderer

Sicher gepuffert

Bestückung von Automationszellen. Tünkers hat den LFS-Stauförderer entwickelt, der mit einem Reibschluss im Bereich der Umlenkung funktioniert und damit Werkersicherheit ohne Schutzumhausung gewährleistet.

Das LFS-Band eignet sich besonders für die Bestückung von Automationszellen mit kleinen bis mittleren Werkstücken. (Bild: Tünkers)

Vor jedem automatisierten Bearbeitungsprozess steht heute noch häufig ein Werker, der mit den zu bearbeitenden Bauteilen die Automationszelle bestückt. Dies liegt auch daran, dass der „Griff in die Kiste“, in der diese Bauteile zum Teil unsortiert vorliegen, bisher nicht prozesssicher automatisiert werden kann.

Das direkte Einlegen der Bauteile in die Fertigungszelle bedingt eine Unterbrechung des Fertigungsprozesses. Deshalb arbeitet man gerade im Serienbereich mit Staustrecken, auf denen der Werker eine gewisse Anzahl von Bauteilen für einen Zyklus von 20 bis 30 Minuten bestücken kann. Als Betriebsmittel haben sich für diese Beladestationen sogenannte „Staukettenförderer“ durchgesetzt. Bei diesem Förderbandtyp können die einzelnen Paletten unabhängig vom Takt der nachfolgenden Prozessautomationskette beladen werden. Die auf die Geometrie abgestimmten Bauteilträger erweisen sich bei den Stauförderern als Gefahrenquelle, besonders wenn diese wie beim Prinzip des Horizontalförderers im Kopfbereich von unten nach oben über eine 180-Grad-Drehbewegung gefördert werden.

Da im Idealfall genau in diesem Bereich die Einlegesituation für den Werker liegt, muss diese in Abstimmung mit den Sicherheitsvorschriften entsprechend mechanisch geschützt werden. Ein übliches System ist eine Schutzumhausung. Damit wird der freie Zugang des Werkers zu dem Band aber eingeschränkt. Eine Bestückung der Paletten kann sinnvoll nur noch über die Seiten erfolgen. Daher hat Tünkers zusammen mit Lat den sogenannten LFS-Stauförderer entwickelt, der mit einem Reibschluss im Bereich der Umlenkung funktioniert und damit Werkersicherheit gewährleistet. Der Reibschluss erlaubt dem Werker, die aufwärtsgetriebene Palette anzuhalten.

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Zusätzlich ist das System mit einer Rutschkupplung ausgestattet. Dieses Kupplungselement ist so ausgelegt, dass bei einer Kollision zwischen zwei aufstauenden Paletten im Bereich der Umlenkung die Maschine zum Stillstand kommt. Damit kann auf eine zusätzliche Schutzumhausung verzichtet werden. Gleichzeitig ergibt sich die Möglichkeit das Förderband/Magazin direkt an der Kopfseite zu beladen. Mehrere Stauförderer lassen sich so auch ergonomisch sehr eng nebeneinander positionieren, sodass von der Kopfseite die verschiedenen Bänder auf kurzen Wegen bestückt werden können.

Ein weiterer Vorteil des LFS-Bandes ist die integrierte Auffahrkupplung. Beim Auftreffen der Palette auf den stillstehenden Palettenzug wird dieser Mitnehmer entkoppelt, sodass der Antriebsmotor jeweils nur die Friktionsleistung der ersten Palette überwinden muss. Sehr kleine Motoren können deshalb bei dieser Art des Fördersystems zum Einsatz kommen was sich wiederum positiv auf die Betriebskosten auswirkt. Damit eignet sich das LFS-Band für die Bestückung von Automationszellen mit kleinen bis mittleren Werkstücken bei Bauteilgewichten bis zu 50 Kilogramm und Abmaßen von 600 und Millimetern. as

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