Palettiertechnik

Immer besser werden

Sparsames und schonendes Palettieren in der Produktion.
Bei den flexiblen Palettiersystemen Variostack kann die Beladung über Transportbänder oder über Palettenwagen erfolgen.

Eine effektive Automatisierungstechnik in der Produktion ist ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Bei Montage- und Prüflinien etwa müssen Teile schnell und präzise bereitgestellt und anschließend in vorgegebener Lage zugeführt und wieder entnommen werden. Energieeffizient arbeitende Palettierlösungen sorgen dafür, dass dies wirtschaftlich geschieht.

Energieeffizienz bedeutet auch Kostenersparnis. Veränderte Bedürfnisse kostenbewusster Maschinenbauer sind wesentliche Treiber moderner Antriebskonzepte – hier schlummern noch erhebliche Potenziale, um den Elektroenergieverbrauch in der Industrie zu senken. Energieeffizienz und Klimaschutz haben in der Automatisierungstechnik längst eine wichtige Rolle eingenommen. Auch IEF Werner aus Furtwangen im Schwarzwald setzt bei seinen Lösungen – zum Beispiel bei den Palettiersystemen Ecostack und Variostack – auf energiesparende Arbeitsweisen. Dreh- und Angelpunkt ist hier die Antriebstechnik. Deshalb untersucht das Unternehmen bereits in der Planungsphase der Anlagen, welche Maßnahmen und Kombinationen von Antriebstechnologien die Energie am besten umsetzen. Erster Punkt: Die Systeme kommen mit wenig oder komplett ohne energieintensive und teure Druckluft aus. Die Stromkosten für den einschichtigen Betrieb beispielsweise des Ecostack, der komplett ohne Druckluft arbeitet, beziffert der Hersteller mit 20 Euro pro Jahr – allerdings gemessen am bisherigen Energiepreis. Außerdem hat der Hersteller die Systeme so ausgelegt, dass Komponenten, die aktuell nicht benötigt werden, automatisch abschalten. Außerdem wird die Energiezufuhr wann immer möglich unterbrochen, also bei Maschinenstillstand, am Schichtende und während der Pausen.

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Sparsam auch beim Platzbedarf

Der Ecostack kann Paletten verschiedener Größen zwischen 300 mal 400 mal 20 Millimeter und 400 mal 600 mal 150 Millimeter verarbeiten. Die Palettenstapel dürfen im befüllten Zustand bis zu 60 Kilogramm schwer sein. Die Palettenwechselzeit beträgt hier fünf Sekunden. Durch die Anordnung mehrerer Palettiersysteme nebeneinander lassen sich aufwendige Prozesse erleichtern - beispielsweise die Trennung von Gut- und Schlechtteilen oder von Teilen, die nachzubearbeiten sind. Ein sparsames Handling sei auch mit dem kompakten Palettiersystem Variostack möglich, sagt IEF. Das System ist offen und modular aufgebaut. Dadurch lässt es sich an jede Aufgabenstellung maßgeschneidert anpassen. Eine Beladung ist seitlich mittels Transportband oder durch Bandbeladung von vorn möglich. Auch die Bereitstellung der Trays auf Palettenwagen ist machbar. Um die Paletten zu handhaben, sind je nach Aufgabe Einfach- oder Mehrfachgreifer integriert. Der Variostack kann dabei mit unterschiedlichen Palettengrößen umgehen - angefangen bei 300 mal 200 über 300 mal 400 Millimeter bis zu 600 mal 400 und Höhen von 20 bis 80 Millimeter. Das System kann beladene Paletten mit einem maximalen Gewicht von zehn Kilogramm verarbeiten. Der Schaltschrank ist integriert - es gibt also keinen zusätzlichen Platzbedarf. Möglich machen das verschiedene Komponenten, zum Beispiel Motoren mit integrierten Verstärkern oder auch die ausgeklügelte Verkabelung.

Auf die Masse kommt es an

Bei der Konstruktion seiner Handlinganlagen verwendet der Hersteller einen einfachen Lösungsansatz: Je weniger Masse bewegt werden muss, desto schneller geht's - und desto weniger Energie wird verbraucht. IEF hat dafür die Lineareinheit des Typs Modul 55 ZOM entwickelt, die die Z-Bewegung übernimmt. Der Clou dabei: Der vergleichsweise schwere Motor ist nicht auf der Lineareinheit, sondern extern angebracht. Der Antrieb der Z-Achse erfolgt über eine geeignete Kinematik. Durch diese Gewichtseinsparung lässt sich die Taktzeit verkürzen - um bis zu 15 Prozent, sagt IEF. Auf ein aufwändiges Energieführungssystem kann verzichtet werden; ein einfacher, klein dimensionierter Roboterschlauch genügt. Dadurch tritt bei Bewegung auch kein Kabelverschleiß auf, und der Aufbau des Systems erfolgt zeit- und kostensparend. Alle seine Produkte unterzieht IEF ständig intensiven Verbrauchsmessungen; so lässt sich eine permanente Verbesserung der Energieeffizienz erreichen. pb

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