Highspeed-Montagezelle

Von Null auf 90 in 1,2 Sekunden

Montageanlage für Spritzgussteile. Die Highspeed-Montagezelle von Aerne Engineering setzt drei Bauteile in weniger als 1,2 Sekunden zusammen. Acht elektrische Pick-and-Place-Einheiten mit pneumatischen Parallelgreifern und Schwenkeinheiten gewährleisten kurze Zykluszeiten.

Innerhalb von weniger als 1,2 Sekunden werden in der Montageanlage drei Teile zu einer Baugruppe zusammengesetzt. (Bild: Aerne Engineering)

Aerne Engineering hat eine Highspeed-Montagezelle speziell für Spritzgussteile entwickelt. In weniger als 1,2 Sekunden und mit einem Ausschussanteil kleiner als ein Prozent werden jeweils drei Teile, die in insgesamt 50 Varianten vorliegen, zu mehr als 90 unterschiedlichen Baugruppen zusammengesetzt.

Statt nur die Anwesenheit der korrekten Bauteile und die Lage zu prüfen, überwacht die Anlage den jeweiligen Einpressdruck und schleust in definierten Zyklen Fehl- und Kalibrierteile ein, um den Prüfprozess kontinuierlich zu verifizieren. Schlechtteile werden anhand der definierten Fehlerart automatisch in vier Kategorien getrennt. So ist sichergestellt, dass Abweichungen in den vorgelagerten Prozessen zügig erkannt, zugeordnet und punktgenau eliminiert werden können. Ändern sich Komponenten oder Subkomponenten oder vergrößert sich das Teilespektrum, lässt sich die Anlage innerhalb kurzer Zeit und mit minimalem Aufwand umrüsten.

Insgesamt acht elektrische Pick-and-Place-Einheiten gewährleisten in der Montageanlage die kurzen Zykluszeiten von weniger als 1,2 Sekunden und ein hohes Maß an Variabilität. Die Einheiten sind mit pneumatischen Parallelgreifern und zum Teil mit dynamischen, hochleistungsgedämpften Schwenkeinheiten kombiniert. Über Mikroventile, die unmittelbar in die Einheiten integriert sind, werden die Pneumatikaktoren direkt mit Druckluft versorgt. Das minimiert zum einen den Druckluft- und damit den Energieverbrauch, zum anderen ermöglichen die Mikroventile kürzeste Schließzeiten.

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Die Greiferfinger wiederum wurden so ausgelegt, dass sie verschiedene Bauteile greifen können, ohne dass ein manueller Eingriff erforderlich ist und ohne dass sensible Stellen der Bauteile verletzt werden. Wenn künftig Bauteile mit größeren geometrischen Abweichungen gehandhabt werden müssen, sei es sogar möglich, in Längsrichtung der Pick-and-Place-Einheiten einen automatischen Greiferwechsel zu integrieren, so das Unternehmen.

Statt über eine toleranz- und verschleißanfällige Bewegungsübersetzung wird die Einheit über einen verschleißfreien Direktantrieb bewegt. Das minimiert den Wartungsaufwand, erhöht die Dauerwiederholgenauigkeit und vereinfacht die Programmierung. Ausgestattet mit zwei stationären Motoren, kommt die Einheit komplett ohne bewegte und damit störanfällige Motorkabel aus. Sie hat außerdem eine Wiederholgenauigkeit von 0,01 Millimeter pro Achse. Intelligente Regler können ohne übergeordnete Steuerung sowohl den Auslegerarm als auch die Aktoren steuern. Die dafür nötige Software ist bereits integriert. Je nach Bauteil können im fliegenden Wechsel unterschiedliche Positionen erreicht werden. as

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