Audi-Leichtbau-Zulieferer auf der HMI
Der rasante R8 ist auch ein Vorbild im Leichtbau
Leichtbau-Zulieferer aus Baden-Württemberg tragen wichtige Impulse zur Gewichtsreduktion bei – Aussteller zeigen zurHannover Messe rund um die Karosserie des Audi R8 ihren Beitrag zum Multi-Material-Leichtbau.
Mit einem Hingucker präsentieren sich Unternehmen am baden-württembergischen Leichtbau-Gemeinschaftsstand (Halle 6, Stand E 30) bei der Hannover Messe Industrial Supply. Die Karosserie des Audi R8 steht im Fokus des Auftritts. Unter dem Label „Leichtbau aus Baden-Württemberg" stellen kleine und große Zulieferer aus dem Südwesten ihre Produkte und Dienstleistungen vor.
Der neue Audi R8 gilt als ein Aushängeschild für intelligentes Multi-Material-Design und Leichtbau. Der Audi Space Frame (ASF) des in Baden-Württemberg gefertigten Audi-Sportwagens wiegt nur 200 Kilogramm und setzt sich beim Topmodell zu 79 Prozent aus Aluminium und zu 13 Prozent aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK) zusammen. Das leichte, aber teure CFK ist nur dort im Einsatz, wo es dank seiner Auslegung eine bessere Leistung erzielt als Aluminium.
Für die Hersteller spielt beim wirtschaftlichen Einsatz von CFK die Serientauglichkeit eine große Rolle. Mit der Preform Technologie von Dieffenbacher Maschinen- und Anlagenbau, die am Gemeinschaftsstand präsentiert wird, ist es erstmals gelungen, die Produktion von komplexen trockenen Carbonfaser-Preforms in vollautomatischem Ablauf und mit kurzen Zykluszeiten von 90 Sekunden zu realisieren. Für den Audi R8 produziert Dieffenbacher die B-Säule im HP-RTM-Verfahren.
Die wachsende Bedeutung leichter, dafür aber schwer zu verarbeitender Metalle wie Titan verdeutlicht Prototechnik, die aus dem korrosionsfreien und extrem festen Werkstoff Abgassysteme produziert, deren Gewicht um die Hälfte niedriger liegt als bei herkömmlichen Produkten.
Magnesiumteile durch Warmkammerdruckgießen
Im Audi R8 sind ebenfalls Magnesiumdruckgusskomponenten verbaut. Dass diese sich mit Magnesium leicht und energieeffizient herstellen lassen, zeigt die C & C Bark Metalldruckguss und Formenbau mit ihrem Warmkammerdruckgießen.
Kleine, aber entscheidende Gewichtseinsparungen erzielen Hersteller durch den Einsatz der leichten und präzisen Kunststoffzahnräder von Werner Bauser. Der Vorteil: eine Gewichtseinsparung im Vergleich zu herkömmlichen Bauteilen um bis zu 40 Prozent. Immer mehr Verwendung finden auch leichte Kernmaterialien etwa aus Schaumstoff, wie sie Gaugler & Lutz am Gemeinschaftsstand zeigt.
Die Weippert Kunststofftechnik stellt Schrauben und Muttern aus hochfesten Kunststoffen vor, deren Gewicht beispielsweise durch einen Glasfaseranteil um bis zu 50 Prozent reduziert wird im Vergleich zu ursprünglichen Produkten.
Trumpf Laser- und Systemtechnik zeigt als eine besondere Innovation eine formschlüssige Metall-Kunststoff-Verbindung am Beispiel eines Automobilbauteils, die ohne Kleber und Haftvermittler gefügt wird. So können völlig neue Konstruktionen umgesetzt werden, ohne dass etwa Kleber für lange Aushärtezeiten und mehr Gewicht sorgen.
Fastner Leichtmetalltechnik stellt in Hannover unter anderem leichte, sicherheitsrelevante Baugruppen vor, die aus Aluminiumgussteilen, Profilen und Schmiedeteilen verschweißt werden. Die Vorteile von Simulation im Leichtbau demonstriert Meshparts, mit deren Software sich spezialisierte FE-Modelle bis zu 100 Mal schneller am Computer generieren lassen.
Organisiert wird der Gemeinschaftsstand von Baden-Württemberg International und Leichtbau BW. bw


















