Meinung

Dafür gibt’s ne App?

… schießt es mir, liebe Leserinnenn und Leser, ab und an durch den Kopf. In den Play Stores und App Stores tummeln sich die verrücktesten Programme, „Hold the Button“ ist beispielsweise ein Spiel, dessen einziger Inhalt es ist, einen Button in der Bildschirmmitte gedrückt zu halten. Oder erinnern Sie sich noch an den vergangenen Sommer, als Menschen wie ferngesteuert auf die Straße liefen? Sie spielten Pokémon Go. Es gibt natürlich auch Apps, die ich nicht mehr missen möchte: E-Mails, Termine, Einkäufe, Wettervorhersage oder Straßenkarten – der Alltag lässt sich über das Display wischend komfortabel organisieren. Enorm beliebt sind auch die Sport-Apps: Wann bin ich wie schnell und wo gelaufen, Rad gefahren oder geschwommen? Und wie ging es mir dabei? 

Annina Schopen, Redakteurin handling

Ähnliches findet sich im industriellen Bereich: Wie geht es der Maschine, was macht der Antrieb, wann steht die nächste Wartung an, wie voll ist das Lager, und wo ist eigentlich meine Ware unterwegs? Das Smartphone findet immer häufiger Anwendungsfälle. Die Vorteile liegen auf der Hand: Das Handy ist immer dabei, eigentlich hat jeder eins, und Apps sind einfach zu bedienen – und das standortunabhängig.

Es lassen sich Barcodes und RFID-Codes lesen, Lagerbestände verwalten, Transportunternehmer können von unterwegs aus Touren planen, die Ladungssicherung prüfen, Instruktionen für die Inspektion von Warensendungen kommen aufs Handy. Sensoren messen Parameter wie Temperatur oder Vibration und übertragen die Daten auf Smartphone oder Tablet; sollte es Anomalien geben, wird der Anwender benachrichtigt. In der Cloud werden die Daten anschließend analysiert und intelligent ausgewertet.

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Diesen Trend sieht auch Bettina Schall, Geschäftsführerin des Messe-Veranstalters P.E. Schall in der Produktions- und Montageautomatisierung. Die Steuerung und Überwachung aller Funktionen von Automatisierungs-Komponenten setze eine lückenlose Kontrolle der Einzelschritte durch intelligente Sensorik voraus. Das bedeute, dass alle Komponenten, Baugruppen, Subsysteme und Komplettanlagen in Hard- und Software Industrie-4.0-fähig sein müssen. Auf der Motek, für die übrigens auch eine App geplant ist, finden sich viele Beispiele dafür, einige davon stellen wir Ihnen in unserer Schwerpunktstrecke in diesem Heft bereits vor.

Ob im E-Paper, online oder ganz klassisch auf Papier, ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen,


Ihre
Annina Schopen

Redakteurin handling

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