Editorial
Das Herz der Industrie …
… schlägt in Deutschland in den metallverarbeitenden Betrieben. Grund genug, dem Thema in der aktuellen Ausgabe einen Schwerpunkt zu widmen. Ein großes Thema ist die Vernetzung und Digitalisierung, wie bei dem Bericht über Pitmatec Zerspanung in Ellwangen (ab Seite 10), ein junges Unternehmen, das von Beginn an seine Prozesse auf Industrie-4.0-Prinzipien aufbauen konnte.
Dass Wertschöpfung auch einfach aus der pfiffigen Neunutzung bestehender Anlagen entstehen kann, lesen Sie in dem Artikel über Loka Metallverarbeitung (ab Seite 24). Das Hüttenberger Unternehmen kann seine Laserschneidanlage nun auch als Schweißautomaten nutzen.
Doch Wertschöpfung entsteht auch unverändert aus der Integration neuer Produktionsverfahren, wie beim Werkzeugspezialisten Nachreiner (ab Seite 14). Der Hersteller setzt traditionell auf eine hohe Fertigungstiefe und konnte nun durch die Integration der HiPIMS-Technologie die Oberflächenbearbeitung auf höchstem Niveau inhouse holen.
Ein interessantes Tool stellen wir ab Seite 36 vor. Es ist im Einsatz bei dem Anlagenbauer Zeta Group. Es unterstützt die Werker bei den Kunden aus der Prozessindustrie bei der Instandhaltung und basiert auf dem digitalen Zwilling der gelieferten Anlage. Die Mitarbeiter erhalten so direkte Hinweise und Visualisierungen auf ein handliches Tablet.
Auch die Produktionslogistik ist in diesem Heft vertreten: Bei Siemens in Karlsruhe entstand eine vollständig automatisierte, produktionsnahe Lagerlösung basierend auf autonomen Transportrobotern. Siemens konnte damit Performanz, Zuverlässigkeit und Flexibilität seiner Leiterplattenproduktion deutlich erhöhen (ab Seite 43).
All diese guten Ideen sind auch bitter notwendig: Die Auftragsbücher der Industrie und gerade auch der metallverarbeitenden Industrie sind Anfang 2022 wieder gut gefüllt; Nachschubprobleme sind in sehr vielen Betrieben noch ein Thema, auch wenn sich die Lage langsam entspannt. Worauf es nun ankommt, ist, die Aufträge effizient und in hoher Qualität abzuarbeiten. Genau hier liegt das Problem: Qualifizierte Arbeitskräfte sind immer schwerer zu gewinnen. Technologie kann da durchaus ein Teil der Lösung sein.
Ich hoffe, Sie finden unter den 16 Fachartikeln und zahlreichen Produktmeldungen in dieser Ausgabe die guten Ideen, mit denen Sie die Herausforderungen in Ihrer eigenen Produktionskette angehen können. Dafür arbeiten wir als Redaktion INDUSTRIAL Production,
Ihr








