Dämpfer für Gepäckfächer

Über den Wolken gut gedämpft

Für Gepäckablagefächer in Passagierflugzeugen, sogenannte Overhead Compartments, hat Suspa Dämpfer mit einem Überlastschutz entwickelt. In beinahe 300 Maschinen eines großen Flugzeugherstellers sind die Softline-Dämpfer bereits im Einsatz.

Der Überlastschutz des Softline-Dämpfers ist die erste technische Lösung, um Gepäckablagefächer gegen Misuse-Verschleiß zu wappnen. © Suspa

Suspa, Spezialist für Gasfedern, Verstellsysteme und Dämpfer, hat einen Dämpfer speziell für den Einsatz in Gepäckablagefächern in Flugzeugen entwickelt, der durch einen integrierten Überlastschutz nicht nur bedienfreundlich, sondern auch stabil und langlebig ist. Harte Anschläge oder zu große Schwingungsamplituden werden mit dem Leichtbaudämpfer vermieden und das komfortable, schnelle Öffnen der Gepäckablagefächer unterstützt.

Erste technische Lösung gegen Misuse-Zerstörung
Zugrunde liegt der Entwicklung ein In-Service-Problem der Kabinenausstatter: In der Regel liegt die Öffnungszeit von Overhead Compartments bei vier bis sechs Sekunden. Zieht ein Fluggast an der Klappe des Gepäckfachs, wirken so auf die bis zu 45 Kilogramm beladenen Compartments zusätzliche Kräfte, die zu Beschädigungen der Außenbauteile wie auch der integrierten Dämpfer führen. Diesem Verschleißproblem wirkt Suspa mit einem Überlastschutz entgegen, der zum Patent angemeldet ist.

Bei der Entwicklung von Komponenten für die Luftfahrt sind zwei Faktoren entscheidend: Zum einen fordern die Anwendungen in der Regel eine geringe Baugröße. Zum anderen spielt das Gewicht eine weit größere Rolle als bei anderen Anwendungen, da durch jedes Gramm Gewicht in der Luftfahrt zusätzliche Kosten entstehen.

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Der Suspa-Dämpfer, der sich bereits seit Ende 2017 im Einsatz bewährt, wird diesen Anforderungen durch eine verschlankte Bauweise, die durch die Einführung einer neuen Baugröße mit Außendurchmesser 13 Millimeter und einem Gewicht teilweise unter 50 Gramm pro Stück ermöglicht wurde, und den Einsatz von hochfestem Aluminium anstatt Stahl gerecht: Der Dämpfer ist im Vergleich zu einem normalen Industriedämpfer mit ähnlicher Leistungsdichte rund 40 bis 50 Prozent leichter. Bis zu 300.000 Lastwechsel überdauert das stabile Leichtbauteil und ist damit potentiell ein gesamtes Flugzeugleben im Einsatz.

Auch für andere Anwendungen, die gewichtsensibel sind, wie beispielsweise die Elektromobilität, eignet sich der Dämpfer. So ist derzeit ein Projekt in Planung, bei dem ein E-Truck mit dem Hochleistungsbauteil ausgestattet werden soll. Der Leichtbaudämpfer kommt immer dann zum Einsatz, wenn eine hohe Leistungsdichte bei geringem Gewicht gefragt ist – ob in Elektromobilitätsanwendungen oder über den Wolken in Passagierflugzeugen. as

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