Vector-Award-Gewinner
Roboter bohren und nieten am Flugzeugrumpf
Alle zwei Jahre verleiht Igus den Vector Award, bei dem herausragende Anwendungen mit Energiekettensystemen ausgezeichnet werden. Der goldene Vector ging an Loxin 2002 aus Spanien. In dieser Anwendung arbeiten zwei Knickarmroboter in der Endmontagelinie von Flugzeugrümpfen.
Zwei Industrieroboter arbeiten automatisiert in der Endmontage von Flugzeugrümpfen mit vier Metern Durchmesser und übernehmen Arbeitsschritte wie das Bohren und Nieten: In der Vergangenheit bestand das Hauptproblem dieser Anwendung darin, Kollisionen der Roboter mit dem Flugzeugrumpf zu vermeiden, was zu gefährlichen Beschädigungen der Flugzeuge führen könnte.
Nun kommen jeweils zwei dreidimensional bewegliche E-Ketten von Igus zum Einsatz. Sie sind parallel an jeder Seite der Roboterarme befestigt, wodurch eine bessere Beweglichkeit der Roboterarme sowie eine höhere Zugänglichkeit an den Flugzeugrümpfen trotz der schwierigen Geometrien erreicht werden konnte. Hiermit lassen sich nun außerdem mehr verschiedene Leitungen sowie Schläuche für Verbindungselemente zu den Endeffektoren der Roboter führen.
Daneben versorgen weitere Energiekettensysteme mit verschiedenen Geometrien und Bewegungsrichtungen die Roboter. Eine Anwendung, für die die Firma Loxin auf der Hannover Messe den goldenen Vector und 5.000 Euro Preisgeld entgegen nehmen konnte. Der alle zwei Jahre vergebene Preis zeichnet spannende und spektakuläre Energiekettenanwendungen aus. In diesem Jahr wurden 187 verschiedene Anwendungen aus 30 Ländern zur Teilnahme eingereicht. Die Jury besteht aus Vertretern von Fachmedien, Wirtschaft und Forschung.
Bewässerung und Düngemittelversorgung
Silber gab es für „Hummingbird“, eine Innovation von Cordoba Technologies für die Agrarindustrie zur Bewässerung und Düngemittelversorgung von Feldern. Er ersetzt herkömmliche einzelne Maschinen, kann mit verschiedenen Sensoren ausgestattet werden und auf eine Software zurückgreifen, die Daten in Bezug auf Temperatur, Nährstoffe oder Krankheitsbefall verarbeitet. So können die zu versprühenden Substanzen von Fall zu Fall an das Pflanzenwachstum angepasst, gemischt und verteilt werden.
Die Führung von Leitungen und Schläuchen wird hier durch ein micro-flizz-System von Igus gelöst, bei dem eine Energiekette kompakt in einer eingehausten Aluminiumrinne verfahren wird.
Aufzug mit Linearmotoren
Thyssenkrupp Elevator, eines der führenden Unternehmen im Bereich Aufzugtechnologien und -dienstleistungen, hat die herkömmlich verwendeten Seile durch Linearmotoren ersetzt. Der Linearantrieb und das Leitgestänge können sich dabei um 90 Grad drehen, wodurch die Kabinen sowohl vertikal als auch horizontal bewegt werden können.
Erstmalig befinden sich im Aufzugsbereich Energieführungsketten für eine derartige Anwendung. Zwei jeweils gegenläufige, auf einer Kreisbahn laufende und in einem Rinnensystem geführte Energieführungsketten zusammen mit den entsprechenden Leitungen von Igus garantieren dabei die notwendige Energie- und Datenübertragung zu der drehbaren Plattform. Damit sicherte sich das Unternehmen den bronzenen Vector 2018. as














