Frontlader-Prüfstand von Igus

Gleitlager für hohe Lasten im Dauer-Outdoor-Test

Für hohe Lager-Belastungen hat Igus im Testlabor eine neue Versuchsanlage in Betrieb genommen. Rund um die Uhr wird im Außenbereich ein Frontlader bei Wind und Wetter bewegt – live übertragen via Webcam. So werden die optimalen Gleitlager-Lösungen für die jeweilige Schwerlastanwendung gefunden.

Auf www.igus.de/frontladertest lassen sich die Hochlast-Versuchsreihen live verfolgen. Angezeigt wird dabei auch, welche Lager-Wellen-Paarungen geprüft werden sowie die Ergebnisse bereits abgeschlossener Tests. (Bild: Igus)

Auf 2.750 Quadratmetern testet Igus sämtliche seiner Motion Plastics. Das Spektrum reicht von Bewegungen in alle Richtungen bei E-Ketten und Chainflex Leitungen bis hin zu Linear-, Schwenk- und Rotationsbewegungen bei den verschiedenen Lagerarten. Speziell für hohe Lasten bei Anwendungen in der Agrar- und der Baumaschinenbranche hat der Hersteller einen neuen Frontlader-Prüfstand eingerichtet. Unter freiem Himmel werden verschiedene Gleitlager-Wellen-Kombinationen für diese Einsatzgebiete praxisnah getestet. Auch ein direkter Vergleich beispielsweise zwischen Kunststoff- und Metallbuchsen ist möglich.

Im aktuellen Aufbau liegen die Flächenpressungen je nach Lagerstelle zwischen 22 und 29,5 Megapascal (29,5 Megapascal entsprechen etwa einer Last von 1,2 Tonnen auf einem Lager mit dem Durchmesser und einer Länge von je 20 Millimetern). Um die optimale Lager-Wellen-Kombination oder auch den bestgeeigneten Iglidur Tribopolymer-Werkstoff zu finden, kann die zu hebende Last von derzeit 250 auf bis zu 500 Kilogramm erhöht werden. Vier Zyklen pro Minute werden gefahren, die daraus resultierende Geschwindigkeit hängt vom Schwenkwinkel der jeweiligen Lagerstelle ab. Die Testdauer beträgt rund zwei Wochen. Tägliche Sichtkontrollen stellen dabei sicher, dass der Frontlader bei einem Ausfall einer Lagerstelle nicht beschädigt wird.

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Live verfolgen via Webcam

Auf www.igus.de/Frontladertest lässt sich der Betrieb des Teststandes live verfolgen. Ganz oben auf der Seite ist dabei stets zu sehen, welche aktuellen Lager-Wellen-Paarungen auf dem Teststand geprüft werden. Auf der Website befindet sich ebenfalls eine Übersicht über die bereits abgeschlossenen Testergebnisse. „Durch die Versuche lässt sich die Lebensdauer der Produkte möglichst präzise berechnen“, erklärt Uwe Sund, Branchenmanager Agrartechnik bei Igus. „Denn die Ergebnisse der Tests fließen in Datenbanken ein, auf deren Basis die Online-Konfiguratoren von Igus arbeiten und die erwartete Lebensdauer der gewählten Komponenten vorhersagen.“

Dass sich die Gleitlager nicht nur im Teststand, sondern auch im Einsatz in ähnlichen Anwendungen beweisen, zeigt das Unternehmen unter anderem in den Radladern des Unternehmens F.X.S. Sauerburger. Hier kommen seit mehr als zehn Jahren Iglidur-Gleitlager in der Hubschwinge des Radladers zum Einsatz. Auf die Gleitlager in der Hubschwinge wirkt eine Flächenpressung von rund 21 Megapascal. Diese Kraft stecken die Kunststoffgleitlager zuverlässig ohne Probleme weg. Auch der Einsatz bei Wind und Wetter kann den schmiermittelfreien Lagern nichts anhaben. as

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