Integriertes Messsystem

Führen und Messen in einer Gruppe

Integriertes Messsystem IMS-A. Bosch Rexroth hat eine induktive Absolutwert-Erfassung in Linearführungen integriert.

Führen und Messen kombiniert: Das integrierte Messsystem IMS-A erfasst die absolute Position und arbeitet präzise auch in robustem Umfeld. (Foto: Bosch Rexroth)

Das neue in Linearführungen integrierte Messsystem IMS-A von Rexroth erfasst die absolute Position der Achse auf plus/minus vier Mikrometer genau. Das gegenüber Verschmutzungen, Vibrationen, Stößen und magnetischen Störfeldern unempfindliche Messsystem benötigt dazu während eines Spannungsausfalls keine Pufferbatterien. Zusätzliche Temperatur- und Bewegungssensoren sind vorbereitend für zukünftige Anforderungen hinsichtlich Industrie 4.0 eingebaut.

Beim Einschalten von Maschinen nach Spannungsausfällen muss die Steuerung in vielen Applikationen sofort wissen, auf welcher Position jede Achse gerade steht. Das integrierte Messsystem IMS-A von Rexroth erfasst sofort beim Einschalten die absolute Position der Achse mit hoher Präzision und meldet sie ohne Referenzfahrt an die Steuerung. Pufferbatterien, die regelmäßig erneuert werden müssten, sind hier nicht mehr erforderlich. Durch das induktive Messprinzip arbeitet das IMS-A berührungslos und damit verschleißfrei. Die Maßverkörperung kann durch externe Magnetfelder nicht gestört oder zerstört werden. Das IMS-A ist robust und steckt hohe Beschleunigungen problemlos weg: Es hält Vibrationen bis zehn g und Stöße bis 50 g aus. Sensoren und Auswertelektronik sind geschützt im einem Gehäuse an der Stirnseite des Führungswagens platziert. Mit dem IMS-A erfolgt die Positionserfassung dicht am Tool Center Point – eine wichtige Voraussetzung für hohe Präzision und damit Oberflächengüte in der spanenden Bearbeitung. Die Positionsauflösung des IMS-A beträgt bis zu 0,025 Mikrometer.

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Die Funktionsintegration von Führen und Messen in einer Baugruppe minimiert die Montagezeiten. Eine Justierung des Messsystems ist nicht notwendig. Anwender können auf einer bis zu 4.500 Millimeter langen Profilschiene mehrere Führungswagen mit IMS-A unabhängig voneinander und ohne Einschränkung bei der Genauigkeit einsetzen.

Das Messsystem ist durch die Integration zusätzlicher Temperatur- und Bewegungssensoren bereits auf zukünftige Anforderungen von Industrie 4.0 vorbereitet. Die Sensordaten bilden die Basis für zukünftige Konzepte zur vorausschauenden Wartung; der Anwender kann damit Betriebszustände online erfassen und auswerten. pb

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