MES-Soft- und Hardwaresysteme
Kistler übernimmt IOS
Die Kistler Gruppe übernimmt die in Aachen ansässige IOS GmbH, Anbieter von MES-Soft- und Hardwaresystemen. Damit will das Unternehmen der verarbeitenden Industrie ein modulares Produktionsüberwachungssystem anbieten, das die gesamte Wertschöpfungskette aus einer Hand abdeckt – vom Sensor bis hin zur Produktionsplanung und -steuerung.
Mit Überwachungs- und Datenakquisitionsprodukten gehören Lösungen für die integrierte Qualitätssicherung in der verarbeitenden Industrie bereits jetzt zum Portfolio von Kistler. „Eine eigene MES-Lösung zur durchgängigen Verknüpfung der Unternehmensführung mit der Produktionsebene ist für uns als Lösungsanbieter von strategischer Bedeutung“, so Rolf Sonderegger, CEO Kistler Gruppe. „Unsere Kunden werden in Zukunft von einer modularen Komplettlösung mit Monitoring-, Steuerungs-und Reporting-Funktionen für die gesamte Wertschöpfungskette profitieren.“ Der Fokus liegt vorerst auf Anwendungen in der Kunststoffverarbeitung. Später soll die MES-Kompetenz auf weitere Geschäftsfelder ausgedehnt werden.
Mit der Übernahme von IOS erwirbt Kistler über 20 Jahre Erfahrung in der Realisierung von MES-Systemen. „IOS ist ein langjähriger Partner, mit dem uns viele gemeinsame Kunden und erfolgreiche Projekte verbinden“, sagt Rolf Sonderegger. Doch Ziel der Akquisition ist nebst Know-how-Gewinn auch der Aufbau eines entsprechenden Kompetenzzentrums. Dieses soll den bestehenden engen Austausch mit dem wissenschaftlichen Institut an der RWTH Aachen vertiefen, dem Denkplatz für Industrie 4.0. Das IOS-Team in Aachen wird sein Wissen neu unter der Marke Kistler in einem internationalen Kontext einbringen können. Um die Kistler Produktentwicklung im Bereich Industrie 4.0 und IoT voranzutreiben, ist ein Ausbau des Standorts bereits in Planung.
Beide Unternehmen profitieren von der Übernahme. Kistler Sensoren und Systeme werden sämtliche relevanten Prozess- und Qualitätsdaten an das übergeordnete MES weitergeben. Damit bekommen Kunden eine skalierbare Lösung aus einer Hand, die ganz ohne aufwändige und komplexe Systemintegration auskommt. Dank der Kombination von ERP (Enterprise Resource Planning)-Daten und Kistler Sensordaten entsteht ein vollständigeres Bild der Produktionsprozesse. „Im Fokus steht die höchstmögliche Wirtschaftlichkeit und Transparenz der Fertigung“, so Rolf Sonderegger. kp









