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Haben Sie eine (Klein-)Montagelinie zur Identifikation von Werkstückträgern? Möchten Sie in ihrer Produktionslogistik die Materialflusssteuerung verändern? Fehlt Ihnen für Ihr fahrerloses Transportsystem noch eine geeignete Lösung zur Befestigung von Transpondern an den Produkten? Welche Anforderung auch immer besteht, Sie sollten – nicht zuletzt wegen eventueller Anlagenerweiterungen zu einem späteren Zeitpunkt – auf ein breites Angebot und auf durchgängige Lösungen setzen.
Die Reader des Simatic RF200-Systems sind geeignet für Lösungen im unteren bis mittleren Leistungsbereich und komplettieren das bestehende RFID-Angebot von Siemens. Das System arbeitet im Hochfrequenzbereich bei 13,56 MHz und unterstützt den Standard ISO 15693. Je nach Anforderung an die Reichweite und Bauform stehen drei Reader zur Auswahl. Für besonders kleine Reichweiten bis zu 20 und 30 Millimeter sind die beiden kompakten Reader RF210R bzw. RF220R geeignet. Sie sind mit Gewindedurchmessern von 18 bzw. 30 Millimeter und einer Länge von circa 70 Millimeter in zylindrischer Bauform konzipiert. Für Reichweiten bis 130 Millimeter ist der RF260R in Quaderbauform mit den Abmessungen 75 x 75 x 40 Millimeter konstruiert. Weil er so klein ist, eignet er sich für viele Anlagen, bei denen eine Installation größerer Geräte aufgrund begrenzter Montageflächen nur schwer oder kostenaufwändig zu realisieren ist.
Die Reader kommen mit den bewährten ISO-15693-Transpondern aus dem unternehmenseigenen Portfolio zum Einsatz. Die Datenspeicher sind preisgünstig, wartungsfrei und besonders für raue Industrieumgebungen geeignet. Selbst bei hohen Anforderungen wie Unempfindlichkeit gegenüber chemischen Substanzen, hohen Temperaturen oder metallischen Umgebungen bietet Siemens den „passenden“ Transponder. Datenspeicher mit besonders kleinen Bauformen sind für die Wäsche- und Reinigungsindustrie oder Werkzeugidentifikation konzipiert. Nach IP67 ausgeführt sind sie staubdicht und gegen Eindringen von Wasser geschützt. Die Speicherkapazitäten dieser Transponder reichen bis zu 992 Bytes beim Einsatz von EEPROM-Speicherchips und 2.000 Bytes bei FRAM-Bausteinen.
Zwei Betriebsarten
Neben dem neuen System steht außerdem für den mittleren bis oberen Leistungsbereich das RFID-System Simatic RF300 zur Wahl. Je nach Anforderung sind damit zwei Betriebsarten möglich: Zum einen lässt es sich für Applikationen mit sehr hohen Datenübertragungsraten bis 8.000 Bytes/s in Verbindung mit speziellen RF300-Transpondern bei einer Speicherkapazität bis zu 64 KB nutzen. Zum anderen können die Reader im ISO-15693-Modus für Anwendungen mit mittleren Leistungsanforderungen betrieben werden. Zusammen mit den ISO-15693-Transpondern wird eine Reichweite bis zu 210 Millimeter erzielt.
Überall dort, wo es um sehr hohe Reichweiten und kostengünstige Transponder geht, kommt das RFID-System Simatic RF600 im Ultrahochfrequenzbereich (UHF, 868 – 915 MHz) zum Zuge. Neben der Reichweite von bis zu zehn Metern zählt auch die Pulkfähigkeit, d. h. die gleichzeitige Erkennung mehrerer hundert Datenträger wie etwa bei gestapelten Teilen auf Paletten in der Logistik, zu den Vorteilen des Systems. Mechanismen zur Parametrierung der Funkeigenschaften, wie Sendeleistung und Kanalfrequenz, ermöglichen eine Feinjustierung der Reader auf die verwendeten Datenträger und die Umgebungsbedingungen. Zur Anwendung kommt RF600 in der industriellen Produktion und den produktionsnahen Bereichen, wo es auf die sehr schnelle und zuverlässige Datenerfassung bei variablen Distanzen ankommt.
Sämtliche RFID-Systeme des Anbieters nutzen die Vorteile von Totally Integrated Automation und deren einzigartige Durchgängigkeit. Über die vorgefertigten Simatic-S7-Funktionsbausteine FC45/FB45 und ein breites Angebot an Kommunikationsmodulen für Profibus, Profinet oder auch Ethernet TCP/IP und weitere Bussysteme lässt sich die RFID-Lösung einfach und durchgängig in die Automatisierungsebenen integrieren. So werden Inbetriebnahme, Diagnose und Wartung der automatisierten Maschinen und Anlagen deutlich vereinfacht. Die einfache Anbindung an IT-Systeme auf Basis von PCs unterstützt unter anderem die automatische Sammlung aller Daten zur lückenlosen, teilweise gesetzlich vorgeschriebenen Rückverfolgung (Track & Trace).
Robert Vogl, Siemens Industry Sector/ee








