CAE/CAM, Schaltanlagenbau

Effizient konfiguriert

Eine gute Marktstellung im Schaltanlagenbau hat das österreichische Unternehmen GW St. Pölten Integrative Betriebe durch seine Fähigkeit, trotz schneller Reaktion auf Kundenwünsche eine gleichbleibend hohe Fertigungsqualität zu gewährleisten. Dabei unterstützt die Mitarbeiter ein automatisierter Entwicklungs- und Herstellungsprozess mit Planung und 3D-Konstruktion in Eplan Electric P8 und Eplan Pro Panel Professional sowie direktem Datentransfer an die automatisierte Blechbearbeitung und Kabelkonfektionierung.

In einem südlichen Vorort der niederösterreichischen Landeshauptstadt hat das Unternehmen GW St. Pölten Integrative Betriebe seinen Standort. In einer Randlage anderer Art befinden sich knapp 70 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, denn sie sind durch verschiedene Einschränkungen behindert und haben auf dem Arbeitsmarkt mit einer schwierigen Ausgangslage zu kämpfen. Durch Berücksichtigung in der Arbeitsvorbereitung und mit speziellen ergonomischen Vorkehrungen aktiviert der integrative Betrieb das produktive Potenzial dieser Menschen. In dem auf Sozialminister Dr. Gerhard Weißenberg zurückgehenden Konzept der geschützten Werkstätten (GW) werden solchen Betrieben direkte Mehrkosten durch die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung von der öffentlichen Hand abgegolten. Ansonsten sind sie anderen Betrieben gleichgestellt und müssen sich mit ihren Produkten im freien Wettbewerb am Markt behaupten.

Anzeige

„Einer der wesentlichsten Erfolgsfaktoren ist unsere Fähigkeit, unsere Kunden nicht nur in der Produktion, sondern auch bei Entwicklung und Fertigungsüberleitung zu unterstützen“, sagt Mario Schuh. Er leitet seit drei Jahren Produktion und technischen Vertrieb der Sparte Elektro. „Dazu kommen sehr kurze Fertigungszeiten, die wir durch CAE- und CAM-Einsatz garantieren können.“ Das beginnt mit der Planung und Konstruktion der Stromversorgungs- und Schaltanlagen, die auf sechs Arbeitsplätzen vollständig mit Eplan Electric P8 erfolgt. Geschwindigkeit, Durchgängigkeit und Effizienz des Plattform-basierten Systems mit datenbankbasiertem Aufbau erhöhen die Flexibilität in der Elektroanlagenplanung und versetzt den Anwender dadurch in die Lage, sehr schnell auf kurzfristige Kundenwünsche zu reagieren. Mit Eplan Pro Panel Professional wird aus den Schaltplandaten und den Informationen aus der Artikeldatenbank über mechanische Dimensionen und Lage der Anschlüsse der mechanische Aufbau der Schaltschränke in 3D erstellt. Durch seine tiefe Integration in die Eplan Plattform nutzt das 3D-Konstruktionstool deren Basistechniken und ermöglicht die Schaltschrank-Konstruktion wahlweise vom Schaltplan oder vom 3D-Modell des Schaltschranks ausgehend.

Nach längerer Evaluierung der auf dem Markt befindlichen Systeme gaben letztendlich zwei Gründe den Ausschlag zum Umstieg. Der eine war die Möglichkeit, Kunden für ihre Wartungs- und Instandhaltungstätigkeiten fertige Pläne zu liefern. Das war zwar in Papier- oder PDF-Form auch mit dem früheren System möglich gewesen, allerdings nicht mit der Möglichkeit der Weiterbearbeitung durch die Kunden. Das zweite wesentliche Auswahlkriterium waren die Möglichkeiten zur Anbindung von Produktionsmaschinen. „Wir stehen im direkten Wettbewerb mit Auftragsfertigungsunternehmen in Billiglohnländern“, weiß Mario Schuh. „In diesem Wettbewerb können wir nur mit effizienter Fertigung und verlässlich gleichbleibender Qualität punkten.“

Dazu leistet Eplan Pro Panel Professional mit komfortabler Ausrichtung und exakter Positionierung der Komponenten einen wesentlichen Beitrag, bei der automatisch die Einhaltung von Einbauvorschriften und Mindestabständen nach Herstellervorgabe per Kollisionskontrolle überwacht wird. Änderungen in Schaltplan oder Montageaufbau führen zu Aktualisierungen im gesamten Projekt, sodass stets einheitliche, durchgängige und aktuelle Stände der Dokumentation vorliegen.

„Die Maschinenschnittstellen sind für uns ein wesentlicher Beitrag zur Zukunftssicherung, denn sie ermöglichen uns, trotz enormer Flexibilität zu konkurrenzfähigen Preisen zertifizierte Qualität zu liefern“, ist Mario Schuh überzeugt. „Auch Eplan Österreich tat alles dazu, uns den Einstieg in die Fertigungsautomatisierung im Schaltschrankbau zu erleichtern.“ Nach dem ersten Schulungstermin im Juli 2012 befand sich bereits Ende August desselben Jahres als erstes fertiggestelltes Projekt ein Kraftwerksverteiler kurz vor der Abnahme durch den Kunden. ee

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige

MES

Automatische Feinplanung

Das Unternehmen Alfred Konrad Veith mit Sitz in Öhringen  optimiert seine Fertigungsfeinplanung seit kurzem mit dem MES-System Promexs von Sack EDV-Systeme.

mehr...
Anzeige

Software

Erhöhte Transparenz in der Fertigung dank MES

Worthington Cylinders GmbH, Kienberg (A), setzt seit über 80 Jahren weltweit Standards bei der Produktion von nahtlosen Stahlflaschen. Für die Umstellung der bislang manuell geführten Plantafel auf ein integriertes Feinplanungssystem entschied man...

mehr...

KI + Datenanalyse

Ohne aufwändige Arbeiten

„Obwohl der Bedarf schon lange groß ist, hielten hohe technische und preisliche Einstiegshürden viele Unternehmen in der Vergangenheit noch von der Einführung digitaler Dokumentenmanagement- und ECM-Systeme ab“, sagt Peter Weißmann (Bild), Partner...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige

KI + Datenanalyse

Eine Oberfläche für alle

Tisoware legt den Fokus auf Applikationen, die dem Anwender eine größtmögliche Flexibilität ermöglichen. So können Nutzer ihre jeweiligen Daten wie Arbeitszeiten, Betriebsdaten oder auch die Zutrittssicherung am jeweiligen Endgerät direkt über das...

mehr...

ERP-Apps

Intelligente Vernetzung

Eine effiziente Produktion der Zukunft verlangt sowohl nahtlose Schnittstellen zwischen Maschinenebene und ERP- (Enterprise Ressource Planning) bzw. PPL- (Produktionsplanung) als auch smarte Bedienoberflächen für eine durchgängige...

mehr...