Schnelllauftore

Hochisolierend und schnell

Das Unternehmen MTU Aero Engines ist Deutschlands einziger unabhängiger Hersteller von Triebwerkskomponenten und weltweit eine feste Größe. Als das Unternehmen im vergangenen Jahr eine neue Halle zur Fertigung von Hightech-Bauteilen der Blisk-Generation in Betrieb nahm, waren auch die Industrietore von Efaflex mit von der Partie. Das hatte seine guten Gründe, wie SCOPE-Redakteur Michael Stöcker in Erfahrung brachte.

Blade Integrated Disks - in Fachkreisen nur kurz Blisks genannt - sind waschechte Hochtechnologie-Bauteile für den Triebwerks- und Turbinenbau. Als Deutschlands führender und einziger unabhängiger Hersteller von Triebwerkskomponenten fertigt MTU Aero Engines diese Hightech-Komponenten am Unternehmenssitz in München. Hier weihte das Unternehmen im Frühjahr 2013 sein neues Blisk-Kompetenzzentrum mit der neuen Fertigungshalle 077 ein. Die moderne Halle wird nach außen von acht Schnelllauftoren aus dem Hause Efaflex abgeschlossen. Das Wichtige daran: Es handelt sich um hochisolierende Industrietore.

Gerade der hohe Isolationsgrad der Schnelllauftore war ein entscheidendes Argument für die Auswahl der Tore. Genauso wie ihre schnelle Öffnungs- und Schließgeschwindigkeit. "In der Halle werden Blisks gefertigt. Das sind Hochtechnologie-Bauteile, die integral aus einem Stück gefräst werden und mehr und mehr in modernen Triebwerksverdichtern zum Einsatz kommen", erklärt Maximilian Stärfl, Projektmanager Neubau. Er zeichnet für die Planung und die Statik der neuen Halle verantwortlich und erklärt weiter: "Für die Herstellung der Blisks brauchen wir eine konstante Temperatur von 21 Grad Celsius plus-minus 0,5 Grad in der Halle. Temperaturschwankungen würden zu Ungenauigkeiten führen, die wir uns in der Triebwerkstechnologie überhaupt nicht leisten können."

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Das Thema Vermeidung von Temperaturschwankungen manifestiert sich im Blisk-Kompetenzzentrum von MTU an vielen Stellen: In die Fertigungshalle integrierte Messkabinen, in denen die Bauteile per Laser auf Unregelmäßigkeiten abgetastet werden, unterliegen einer speziellen Temperaturüberwachung, da hier so gut wie keine Temperaturdifferenzen auftreten dürfen. Lochbleche vor den Fenstern lassen zwar genügend Licht in die Halle; unnötige Sonnenstrahlen aber bleiben so draußen. Auch die Rauchabzugsklappen im Hallendach lassen keine direkte Sonneneinstrahlung ins Innere. Eine Belüftungsanlage, deren Zentrale auf dem Hallendach die Größe von drei Einfamilienhäusern einnimmt, sorgt für eine konstante, zugluftfreie Belüftung der Fertigungshalle. Weitwurfdüsen verteilen die Frischluft sanft im Gebäude.

Damit auch beim Öffnen der Außentore keine Temperaturdifferenz auftritt, entschieden sich die Planer für Torschleusen. Nach dem Einfahren eines Fahrzeuges wird zunächst erst ein Tor wieder geschlossen, bevor das zweite Tor geöffnet wird. Das gilt sowohl für den direkten Zugang in die Halle als auch für die Schleusen zur Anlieferung und Abholung von Material und Produkten. Die zentrale Schmierstoffanlage, in der die Späne aus dem Schmierstoff gefiltert werden, ist ebenfalls durch eine Torschleuse von der Halle getrennt.

Die neue Blisk-Fertigung gilt als die weltweit modernste Fertigung für Triebwerksteile dieser Art. Herzstück des auf optimierten und automatisierten Prozessabläufen basierenden Produktionskonzeptes ist ein 96 Meter langes Hauptverteilsystem. Der Leitrechner des Systems errechnet die Arbeitsplatzbelegung der gesamten Halle und transportiert die Bauteile zu den einzelnen Maschinen.

Nicht nur beim Fertigungskonzept, sondern auch bei der Planung und Konstruktion der Halle 077, standen die Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit im Vordergrund. Brunnenwasserkühlung und Wärmegewinnung mit einer Wärmepumpe sorgen neben modernster Lüftungstechnologie dafür, dass das neue Gebäude im Vergleich zum Altbestand etwa zwei Drittel Energiekosten einspart. Maximilian Stärfl betont deshalb auch: "Die Efaflex-Tore passen entsprechend der Vorgaben und Richtwerte für Außentore perfekt in dieses Konzept."

Die neue Torgeneration EFA-SST von Hersteller Efaflex bietet in Abhängigkeit von der geforderten Wärmedämmung Lamellenstärken von 40 mm, 60 mm, 80 mm und 100 mm. Auch funktional erfüllen die Tore höchste Erwartungen: Denn neben hervorragenden Wärme- und Schalldämmwerten wurde zum Beispiel eine überdurchschnittliche Windbelastbarkeit nachgewiesen. Darüber hinaus reagiert der innovative Torbauer auf die unterschiedlichen Anforderungsprofile des Marktes mit drei Modellvarianten: EFA-SST Premium ist für den hoch belasteten industriellen Dauereinsatz konzipiert, während die Typen EFA-SST Eco und die Basic-Serie für den allgemeinen Einsatz als zeitgemäßes, modernes Industrietor ausgelegt sind.

"In den vergangenen fünf Jahren haben wir ausschließlich Tore von Efaflex eingebaut, inzwischen haben sie im gesamten Werk einen Anteil von etwa 80 Prozent. Sicher ginge es billiger. Aber die Tore machen technisch den besten Eindruck und Efaflex ist qualitativ der beste Tor-Lieferant. Im Vergleich zu anderen Herstellern weisen diese Tore die wenigsten Mängel auf", berichtet Maximilian Stärfl. ms

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