Industrieroboter

Daniel Schilling,

Roboter für die Batteriemontage bei Scania

ABB hat mit Scania einen Vertrag über die Lieferung umfassender Robotiklösungen für das neue, hochautomatisierte Batteriemontagewerk von Scania in Schweden abgeschlossen. Das neue Werk ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Elektrifizierung schwerer Nutzfahrzeuge.

Scania wird über mehrere Jahre mehr als eine Milliarde Schwedische Kronen (108 Millionen US-Dollar) in die neue Anlage investieren, die 2023 den Betrieb aufnehmen soll.

Scania wird über mehrere Jahre mehr als eine Milliarde Schwedische Kronen in die neue Anlage in Södertälje, Schweden, investieren, die 2023 den Betrieb aufnehmen soll. © Scania

Sie entsteht neben dem Fahrgestellmontagewerk von Scania im schwedischen Södertälje und wird von der Anlieferung über die Produktion bis zur Auslieferung hoch automatisiert sein. An diesem Standort werden künftig Batteriemodule aus Zellen des Batterieherstellers Northvolt in Skellefteå hergestellt. Die fertigen Packs werden anschließend direkt an die Fahrzeugmontage geliefert werden. Am Montageprozess wird eine Vielzahl von ABB-Robotern beteiligt sein, darunter die Modelle IRB 390, IRB 4600 und IRB 6700. Weitere ABB-Lösungen werden den Produktionsprozess unterstützen.

Der IRB 390 kommt dabei erstmalig in einem Batteriewerk zum Einsatz. Dieser ursprünglich für die Verpackungsindustrie entwickelte ABB-Roboter kombiniert Schnelligkeit mit Kraft und kann rund um die Uhr Kontaktplatten in Batterien montieren – mit einer Geschwindigkeit von einer Platte pro Sekunde. Die gesamte Produktionsanlage wird vor der Inbetriebnahme mithilfe der Simulations- und Programmiersoftware ABB RobotStudio überprüft. So lassen sich die Inbetriebnahmezeiten deutlich verkürzen und der Qualitätsprozesses verbessern.

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Scania und ABB sind seit über vier Jahrzehnten Partner und arbeiten zusammen am Aufbau einer Produktionsinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Vor kurzem haben die beiden Unternehmen gemeinsam Ladelösungen für schwere Nutzfahrzeuge entwickelt, die ebenfalls mit Batterien von Northvolt betrieben werden sollen. Das Northvolt-Werk – die größte Fabrik für Lithium-Ionen-Batterien in Europa – wurde ebenfalls zusammen mit ABB entwickelt.

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