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Artikel und Hintergründe zum Thema

Industriearbeit der Zukunft

Fraunhofer "Future Work Lab" in Stuttgart eröffnet

Anfang Februar eröffnete das Future Work Lab auf dem Forschungscampus Stuttgart-Vaihingen. In dem Innovationslabor für Arbeit, Mensch und Technik zeigen mehrere  Fraunhofer-Institute zusammen mit den zugehörigen Instituten der Universität Stuttgart, wie die Industriearbeit der Zukunft aussehen wird. Mit dabei: eine intelligente Montagestation von Bosch Rexroth.

Industrie 4.0-Anwendungen wie ActiveAssist und ActiveCockpit von Rexroth haben sich in zahlreichen Werken der Bosch-Gruppe bereits bewährt. (Bild: Bosch Rexroth AG)

Digitale Assistenzsysteme helfen den Mitarbeitern, bei minimalen Einlernzeiten variantenreiche Produkte fehlerfrei zu montieren

Das Future Work Lab steht Unternehmen, ihren Mitarbeitern und Betriebsräten, Forschern sowie weiteren Interessierten als Anlaufstelle für Fragen rund um die Industriearbeit der Zukunft offen. In der Demonstratorenwelt, einer von drei Welten des Future Work Lab, finden sie unter anderem eine Montagestation mit dem modular aufgebauten und flexibel anpassbaren Montageassistenzsystem ActiveAssist von Bosch Rexroth vor. Diese aus Hard- und Software bestehende Lösung verbindet reale Montagearbeitsplätze mit der virtuellen Welt der Informationstechnologie. Ihre Anwender können je nach Aufgabenstellung eine Vielzahl verschiedener digitaler Assistenten miteinander kombinieren. Die ebenfalls eingesetzte interaktive Kommunikationsplattform ActiveCockpit von Rexroth erfasst alle relevanten Produktionsdaten, analysiert und visualisiert sie. Diese Informationen helfen den Mitarbeitern, die Prozesse kontinuierlich zu verbessern und Störungen schneller zu beheben.

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Im Future Work Lab führen digitale Assistenten die Mitarbeiter durch die Montage und projizieren per Beamer die Arbeitsanweisungen auf einen Arbeitstisch. Leuchtdioden an Bauteilbehältern, sogenannte "Pick-to-Light- und Pick-to-Beamer-Module", markieren eindeutig, welche Bauteile der Mitarbeiter als nächstes greifen soll. Kameras und Ultraschallsensoren überprüfen die Arbeitsschritte und helfen den Mitarbeitern, bei Fehlern Korrekturmaßnahmen einleiten zu können. Ein integrierter Funkakkuschrauber von Bosch Rexroth überwacht zusätzlich in Echtzeit, ob er in der richtigen Position ist, und vermeidet zu festes oder zu lockeres Schrauben.

"ActiveAssist ist ein gutes Beispiel dafür, wie die Vernetzung den Menschen in der Montage unterstützen kann. Das System hilft auch, bei einer variantenreichen Fertigung bis hin zur Stückzahl eins Fehler zu vermeiden und damit Herstellkosten zu reduzieren", sagt Dr. Moritz Hämmerle, Leiter des Future Work Labs. Zusätzlich verkürzt das Montageassistenzsystem die Einlernzeiten, weil es sich hinsichtlich Sprache und gebotener Informationstiefe an die Bedürfnisse der einzelnen Mitarbeiter anpassen kann. ActiveAssist kommt bereits in mehreren Werken der Bosch-Gruppe zum Einsatz. Das Technologieunternehmen versteht sich als Leitanwender und Leitanbieter für Industrie 4.0 und kann bereits mehr als hundert Projekte zu vernetzter Produktion vorweisen. kf

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