Wachstums-Schub bei Lapp

Andreas Mühlbauer,

26,1 Prozent mehr Umsatz, 177 Prozent besseres Ergebnis

Lapp hat das Geschäftsjahr 2020/21 (1. Oktober bis 30. September) mit einem außergewöhnlich starken Wachstum abgeschlossen. Der Umsatz stieg um 26,1 Prozent auf 1.423 Millionen Euro.

Der Vorstand der Lapp Holding (v.l.n.r): Georg Stawowy (Chief Innovation & Technology Officer), Andreas Lapp (Chairman of the Board), Jan Ciliax (Chief Financial Officer), Dr. Christoph Hiller (Chief Sales & Marketing Officer). © Lapp

Die Zahl der Mitarbeitenden erhöhte sich zum Stichtag 30. September 2021 um 7,2 Prozent auf 4.586 Beschäftigte und das Ergebnis vor Steuern (EBT) verbesserte sich sogar um 177 Prozent auf 82 Millionen Euro.

„Wir sind Gewinner der digitalen Transformation. In der Pandemie haben wir unsere Unternehmensprozesse diesbezüglich kräftig vorangetrieben. Dank einem starken weltweiten Team und einem innovativen Portfolio konnten wir so noch schneller auf die Anforderungen des Marktes reagieren. Wir sind agil und innovativ und werden unseren Kurs auf wertschaffendes und nachhaltiges Wachstum konsequent fortsetzen“, erklärt Andreas Lapp, Vorstandsvorsitzender der Lapp Holding und ergänzt: „Sehr geholfen hat uns die Tatsache, dass wir weltweit als systemrelevant eingestuft wurden und wir daher kein Unternehmen
der Lapp Gruppe während der Pandemie schließen mussten.“

Stärkster Anstieg in der Geschichte von Lapp

Der Umsatzzuwachs um 295 Millionen Euro ist mit Abstand der stärkste Anstieg in der Geschichte von Lapp. Einen großen Anteil hatte der
Kupferdurchschnittskurs, der gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen ist (+38,5 Prozent). Die Währungsentwicklung hatte mit einem Minus von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr nur einen geringen Einfluss. Bereinigt um diese Kupfer- und Währungseffekte ergibt sich ein realer und immer noch sehr kräftiger Umsatzzuwachs von rund 16,3 Prozent.

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„Dieser signifikante Anstieg ist im Wesentlichen auf die deutliche Markterholung im industriellen Umfeld in Kombination mit Marktanteilsgewinnen zurückzuführen und wurde durch allgemeine Nachholeffekte entlang der Lieferketten unterstützt,“ betont Jan Ciliax, Finanzvorstand der Lapp Holding AG.

Deutliches Wachstum in allen Regionen

Die Umsatzerlöse haben sich in allen Regionen der Lapp Gruppe erfolgreich entwickelt: In der Region EMEA (Europa, Naher & Mittlerer Osten und Afrika) ergab sich ein Umsatzwachstum von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1.045 Millionen Euro. Der geografische Umsatzanteil verblieb dabei mit rund 73 Prozent auf unverändert hohem Niveau.

In der Region APAC (Asia Pacific einschließlich Indien) zog der Umsatz noch deutlicher an und lag zum Jahresende mit 242 Millionen Euro rund 37 Prozent über dem Vorjahreswert. Hier machte sich die regionale Präsenz von Lapp mit Produktions- und Entwicklungskapazitäten in Indien, China, Korea und Indonesien positiv bemerkbar. Auch die Region Amerika (Nord-, Mittel- und Südamerika) ist mit 16 Prozent auf 137 Millionen Euro außergewöhnlich stark gewachsen, nachdem im Vorjahr der Umsatz in der Region trotz Corona stabil gehalten werden konnte.
Stabile und robuste Finanzen Die Vermögens- und Finanzlage von Lapp ist ausgesprochen stabil und robust. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich signifikant um rund 51 Prozent auf 140 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) kletterte trotz signifikanter Kostenanstiege auf der Beschaffungsseite und in den Lieferketten von 30 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 82 Millionen Euro (+3.2 Prozent-Punkte Return on Sales).

Das Eigenkapital stieg deutlich auf rund 390 Millionen Euro, die
Eigenkapitalquote blieb mit 42,3 Prozent (Vorjahr 45,7 Prozent) weiterhin auf konstant hohem Niveau.

Kräftiger Investitionsschub

Trotz der pandemischen Lage und einer diesbezüglichen Kosten-Wachsamkeit hat die Lapp Gruppe auch im abgelaufenen Geschäftsjahr mit gezielten Investitionen in Höhe von rund 26 Millionen Euro in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen kräftig investiert. Einen besonderen Schwerpunkt stellten dabei Software- und Digitalisierungsprojekte dar sowie die Erweiterung und Harmonisierung der weltweiten ERP-Systeme (SAP HANA). Im Zentrum der Sachanlageinvestitionen standen Produktions- und Logistikstandorte in Europa und in Korea sowie ein eigenes zertifiziertes Entwicklungslabor für Lapp Mobility.

Weltweit mehr Mitarbeitende

Durch den Aufbau von Kapazitäten insbesondere in Produktion und Logistik erhöhte sich die Zahl der Mitarbeitenden (ohne Leasingkräfte) zum Stichtag 30. September 2021 weltweit um 7,2 Prozent auf 4.586 Beschäftigte. Dabei lag der Anstieg in den kaufmännischen Bereichen mit +8.5 Prozent über demjenigen im gewerblichen Bereich (+5.6 Prozent). Um auch künftig ein profitables und überproportionales Wachstum sicherzustellen, wurde vor allem in den Aufbau der digitalen Kompetenzen der Mitarbeitenden investiert.

Zum Stichtag am 30. September 2021 lagen die Auftragsbücher um 130 Prozent weit oberhalb des Vergleichswertes vom Vorjahr. Trotz weiter spürbarer Auswirkungen der Pandemie, Lieferengpässen und hoher Rohstoffkosten schätzt Lapp auch das Geschäftsjahr 2021/22 durchaus positiv ein und geht von einem weiteren moderaten Umsatzanstieg in allen Regionen aus. Um dieses Wachstum digital, kunden- und regionalspezifisch zu unterstützen, will Lapp in den kommenden Jahren in dreistelliger Millionenhöhe kräftig investieren.

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