High Performance Computing
Supercomputing 2016
Von neuen Prozessortechnologien bis hin zu Quantenrechnern – 2016 verspricht ein außergewöhnliches Jahr für das Supercomputing zu werden. Dabei dürften fünf Themen besonders im Fokus stehen.
Ganz vorne mitspielen dürfte dabei der zukunftsweisende Xeon Phi-Koprozessor von Intel, eine zwischen Accelerator und Universalprozessor angesiedelte Hybridlösung. Die neue Prozessorklasse wird mit ihrem innovativen Design, das eine leistungsfähige Multi-Core-Architektur mit hoher, alltagstauglicher Produktivität verbindet, beträchtliche Auswirkungen auf die Branche haben. Auch Cray, Hersteller von „Supercomputern“ wird die Intel Xeon Phi-Prozessoren in einigen seiner größten Systeme verbauen.
Einsatzspektrum und Preis-Leistungs-Verhältnis von Solid-State-Produkten und -Technologien haben in den vergangenen Jahren eine geradezu dramatische Entwicklung erlebt. Dieser Wandel zieht jedoch auch Fragen nach sich, zum Beispiel wie sich Daten, die über zahlreiche komplexe Speicherschichten hinweg migriert werden, leicht verwalten lassen – von SSDs über Halbleiterspeicher und nichtflüchtige Speicher (NVM) hin zu RAMs. Trotz wachsender Komplexität werden laut Experten auch 2016 zahlreiche interessante Solid-State-Technologien, -Lösungen und -Systeme auf den Markt kommen.
Kosteneffizienz
In punkto Kosteneffizienz hat diese Technologie bereits heute einen wichtigen Trend eingeleitet: Wer Bandbreite braucht, kauft Bandbreite; wer Kapazität braucht, kauft Kapazität. Die Schwierigkeit besteht darin, die nahtlose Datenmigration zwischen den verschiedenen Speicherschichten zu managen. Um maximalen Nutzen aus der Kostenersparnis zu ziehen, sind daher erhebliche Anstrengungen bei der Software-Entwicklung nötig. Lösungen wie die DDN Infinite Memory Engine, das vom Dell-Unternehmen EMC entwickelte DSSD-Produkt und der Cray Datawarp-Accelerator sind nur einige Beispiele für die vielen Versuche, innovative Software- und Hardware-Entwicklungen im Data-Tiering-Bereich miteinander zu verschmelzen. 2016 dürfte es daher eine Reihe ultraschneller Data-Tiering-Lösungen und Fortschritte in diesem Bereich geben.
Top 500-Liste der Superrechner
Seit 1993 orientieren sich Fachpresse und Öffentlichkeit an der Liste der Top 500-Computer, um zu verstehen, wie sich die Welt des Supercomputing verändert und weiterentwickelt. Allerdings waren die Top 500 samt der ihnen zugrunde liegenden Linpack-Metrik noch nie ein besonders geeigneter Maßstab, um die Bedeutung von Supercomputern für unseren Alltag beurteilen zu können. Denn sie geben keinen Aufschluss über die Produktivität eines Rechners. Anhand der Top 500 lässt sich rückblickend erkennen, wann welche Technologien im staatlichen und privatwirtschaftlichen Sektor zum Zug gekommen sind. Wie die Zukunft dieser Technologien aussehen könnte und ob sie nützlich und produktiv sind, bleibt dabei außer Acht. Dennoch gibt sie einen Überblick, welche Supercomputer sich platziert haben, wer sie anbietet und wo deren Stärken liegen.
Stefan Graf
Cray Computer, München, Tel. 0800/000 5846, www.cray.com









