Stromversorgung

Siemens liefert Container-Netzstationen an Sternwarte

Siemens hat von der ESO (European Southern Observatory) in Chile den Auftrag zur Lieferung und Installation von drei Container-Netzstationen erhalten. Sie sollen unter anderem die Stromversorgung des Hochleistungsteleskops VLT (Very Large Telescope) auf dem Cerro Paranal in der Atacamawüste sichern. Das Auftragsvolumen beträgt rund 1,2 Millionen Euro.

Das Very Large Telescope (VLT) in Chile ist Teil des Paranal-Observatoriums und das höchstentwickelte optische Instrument der Welt (Copyright: Jean-Marc Lecleire/PNA/ESO).

Das VLT ist das modernste seiner Art und befindet sich auf dem rund 2.600 Meter hohen Berg Cerro Paranal in der Atacamawüste im nördlichen Chile.

Die Kompaktstationen sind mit Mittelspannungsschaltanlagen, Niederspannungsschaltanlagen, Trockentransformatoren und Nebensystemen ausgestattet. Es sind kundenspezifisch vorgefertigte und vorgeprüfte modulare Netzstationen für eine zuverlässige Stromversorgung. In den Kompaktstationen für das European Southern Observatory installiert Siemens Mittelspannungsschaltanlagen vom Typ 8DJH, Niederspannungsschaltanlagen vom Typ Sivacon S8 und Transformatoren. Die Kompaktstationen von Siemens werden vollständig im Werk gefertigt, installiert und vorgeprüft, um anschließend vor Ort montiert, angeschlossen und in Betrieb genommen zu werden. Damit sind sie schnell und einfach aufzustellen. Sie sind leicht zu erweitern und nutzen den verfügbaren Raum optimal aus. Dadurch stellen sie eine zeitsparende und wirtschaftliche Alternative zu konventionellen, vor Ort errichteten Stationen dar und sind für vielfältige Anwendungen geeignet.

Das Very Large Telescope (VLT) in Chile ist Teil des Paranal-Observatoriums, das Vorzeige-Observatorium der europäischen bodengebundenen Astronomie und das höchstentwickelte optische Instrument der Welt. Das VLT besteht aus vier Hauptteleskopen mit je 8,2 Metern Spiegeldurchmesser und vier beweglichen 1,8-Meter Hilfsteleskopen, die alle zu einem großen Teleskop zusammengeschaltet werden können. Betrieben wird das Teleskop von der europäischen Südsternwarte, kurz ESO (European Southern Observatory), der führenden europäischen Organisation für astronomische Forschung. kf

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