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Artikel und Hintergründe zum Thema

Hydraulik + Pneumatik

Bis zum letzten Tropfen

Einige Flüssigkeiten sind richtig wässrig, andere ziemlich zäh. Manchmal ist Schnelligkeit das oberste Gebot, dann wieder genießt absolute Sorgfalt höchste Priorität: An die moderne Fasspumpentechnologie werden unterschiedlichste Anforderungen gestellt – meistens kommt eine entsprechende Lösung vom Fasspumpenspezialist Flux zum Einsatz.

Praktiker wissen: Außergewöhnliche Fördergüter fordern außergewöhnliche Systeme. Dies trifft vor allem auf die verschiedenen Fließeigenschaften von Flüssigkeiten zu. Je zäher diese sind, desto schwieriger wird es. Ein Problem, das sich in der Praxis immer wieder stellt, ist das Abpumpen hochviskoser Medien aus Fässern. Für solche Fälle hat der badische Pumpenspezialist Flux das Fass-Entleerungssystem Viscoflux entwickelt. Bei diesem innovativen System wurde eine Exzenterschneckenpumpe in einen speziellen Aufbau integriert, der fest mit dem Fass verbunden wird. Die Einsatzmöglichkeiten sind so vielfältig wie die Verbreitung beziehungsweise der Einsatz zäher Flüssigkeiten, die kein eigenes Fließverhalten mehr aufweisen. Dazu zählen beispielsweise Cremes, Gele, Pasten, Silikone sowie Farben, aber auch Fette ab Fettklasse 2,5 bis 3. Oder auch Lebensmittel wie Tomatenmark oder Weichkäse. Die Aufzählung der Fördergüter zeigt deutlich, dass es zahlreiche Branchen sind, die für diese Aufgaben eine zuverlässige Förderlösung benötigen. Das Fass-Entleerungssystem fördert laut Hersteller selbst extrem träge Substanzen aus den üblichen 200-Liter-Fässern und sorgt für eine äußerst restarme Entleerung. Das System funktioniert dabei völlig unabhängig davon, ob es sich um ein Glattwand-Fass handelt oder um ein Fass mit Sicken. Die Bedienung ist einfach: Das mobile System wird mit wenigen Handgriffen fest mit dem Fass verbunden. Es besitzt einen Mantel, der einfach auf das Fass aufgesetzt werden kann und mit einem Spannring befestigt wird. Der Führungszylinder mit einer Folgeplatte aus Edelstahl sorgt für Stabilität während des Entleerungsprozesses. Durch eine Clampverbindung ist diese Führung fest mit dem Herzstück von Viscoflux verbunden – und zwar mit einer Exzenterschneckenpumpe aus Edelstahl inklusive Gleitringdichtung. Als Pumpenantrieb können Drehstrom- oder Druckluftmotoren in unterschiedlichen Leistungsstärken und Drehzahlen gewählt werden. Die mit dem Fördermedium in Berührung kommenden Werkstoffe sind Edelstahl und PTFE. Die Gleitringdichtung sowie die O-Ringe werden den jeweiligen Anforderungen angepasst. Unter normalen Bedingungen erreicht das System eine Förderleistung von etwa 20 Liter pro Minute.

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Auf den Grund gegangen

Zu Beginn des Abfüllprozesses wird die mit Rastbolzen gesicherte Folgeplatte freigegeben. Anschließend wird die Folgeplatte mit den Druckluftzylindern nach unten bewegt, bis sie auf dem Fördermedium aufsetzt. Jetzt kann die Pumpe gestartet werden. Der Förderprozess beginnt. Bedingt durch die exakt an den Fassdurchmesser angepassten Dichtlippen erfolgt eine sichere und saubere Entleerung des Fasses. Die Folgeplatte, die oben auf dem Fördermedium aufliegt, wird durch das entstehende Vakuum nach unten gezogen und sorgt dafür, dass das Fördergut gleichmäßig nach unten gedrückt wird. Die an der Fasswand anliegende Dichtlippe lässt an der Fasswand nichts übrig. Wenn der Abfüllvorgang abgeschlossen ist, wird über die Steuereinheit einfach ein Ventil geöffnet und das Fass entlüftet. Danach bringen zwei Druckluftzylinder die Pumpe wieder in die Ausgangsposition zurück.

Im Innern des Entleerungssystems sorgt eine Verdrängerpumpe nach dem Exzenterschneckenprinzip für Leistung. Die Exzenterschnecke hat gleich zwei Vorteile: Zum einen schont sie das Fördermedium, da sie extrem turbulenzarm arbeitet. Zum anderen schont sie aber auch den Anwender, denn sie ist sehr leicht zu reinigen. Die Demontage der Pumpe kann mit wenigen Handgriffen erfolgen. Alle Reinigungsstellen sind leicht zugänglich. Und versteckte Ablagerungen sind durch die Pumpenarchitektur von vornherein ausgeschlossen. Bei Produkten ohne eigenes Fließverhalten hat sich Viscoflux laut Hersteller als System zur Fassentnahme in vielen Branchen etabliert. Wo einst umständliche und kostenintensive Einzellösungen an der Tagesordnung waren, bleibt nun lediglich ein kleiner Rest von etwa einem Kilo des Fördermediums im Fass – ein Rest, der leicht manuell abgeschöpft werden kann. Mit Viscoflux dauert der Entleerungsvorgang bei herkömmlichen Fördermedien nicht mehr als zehn Minuten. Wenn man einige Minuten für das Abschöpfen dazurechnet, erhält man eine verlässliche Planzeit für den Gesamtvorgang.

Stefan Graf / [email protected]

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