Schraubkappen-Verschließsystem

Auf das Feingefühl kommt es an

Getecha liefert vollautomatische Lösungen zum Verschließen von Kanistern. Beim maschinellen Verschließen von Kanistern mit Schraubkappen kommt es neben dem „Feingefühl“ auf Genauigkeit und Flexibilität an.

Schraubkappen-Zentrierung: Bevor die Kappen dem Schraubkopf bereitgestellt werden, erfolgen deren Vereinzelung und eine Lageprüfung. © Getecha

Anlagenbauer Getecha hat einen Schraubautomaten entwickelt, der beides erfüllt und an zwei prozesstechnischen Schlüsselpositionen zum Einsatz kommen kann: hinter der Blasformlinie zum lockeren Eindrehen der Kappen in das Gewinde der leeren Kanister oder hinter der Abfüllmaschine zum flüssigkeitsdichten Verschließen der vollen Behälter. Sowohl Blasform-Betriebe als auch Abfüller von Flüssigkeiten dürften sich für diese Neuentwicklung interessieren.

Leere Kanister, volle Kanister
Technologisches Markenzeichen der vollautomatisierten Anlage ist die Vereinigung moderner Steuerungs- und Sensortechnik mit präzise regelbaren Servoantrieben. Dies sorgt für Feinfühligkeit und Genauigkeit im Umgang mit den Schraubkappen und Kanistern. Weil sich Drehmoment, Anzugsmoment, Drehtempo und Umdrehungszahl der Motoren programmieren lassen, lässt sich der Verschlussprozess hochpräzise, wiederholgenau, „kraftdosiert“ und schonend ausführen. Dies spielt auch für den Funktionserhalt der PE-Dichtringe im Inneren der Kappen eine große Rolle.

Für beide Anwendungsfälle liefert Getecha eine komplett ausgestattete Systemlösung, die in vorhandene Prozesse integrierbar ist. Während die Kanister über ein kurzes Förderband einlaufen, werden die Kappen über einen Steig- und einen Wendelförderer vereinzelt und dem Schraubmodul zugeführt. Jeder einzelne Kanister wird pneumatisch an der definierten Position fixiert und vom Schraubmodul – es bewegt sich in einer linearen Vertikalachse – von oben angefahren. Das Aufschrauben erfolgt schnell und wiederholgenau. Je nach Größe der Kanister liegt die gesamte Zykluszeit bei zehn bis 15 Sekunden. Eine Selbstkontrolle des Systems überwacht den Schraubvorgang und erkennt defekte Gewinde. Optional ist eine Dichtigkeitsprüfung integrierbar.

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Wechselnde Größen verarbeitbar
Die Anlage kann ohne Umrüstung unterschiedliche Kanister verarbeiten und lässt sich mit wenig Rüstaufwand auf verschiedene Kappentypen anpassen. In der Praxis ist ein einziger Schraubkappen-Verschließautomat in der Lage, Kanister mit wechselnden Höhen von 300 bis 600 Millimeter und Breiten von 150 bis 300 Millimeter, die aus mehreren Blasform- oder Abfülllinien kommen, zu verarbeiten. Es sind unterschiedliche Prozessparameter, etwa für den Schraubvorgang, anwendbar. Lediglich der Footprint der Kanister ist eine feste Größe und muss identisch sein. Als durchschnittlicher Durchsatz kann eine Leistung von 330 Behältern pro Stunde kalkuliert werden.

Mit einer Stellfläche von knapp 2.000 mal 3.500 Millimeter inklusive Fördertechnik baut der Automat kompakt und lässt sich gut in die Blasform- und Abfülllinien integrieren. Das System ist mit einem kundenseitigen Leitrechner oder Netzwerk verbindbar und somit mit der Taktung der vorangehenden Produktion synchronisierbar. Der Anwender kann die Prozessdaten unterschiedlicher Verschließszenarien in der Steuerung des Automaten oder in seinem übergeordneten IT-System archivieren. pb

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