Twistpac-TK-Wickelanlage führt Polsterschaum zu
Empfindliche Produkte sicher verpacken
Die Kombination von Wellpappträger und Folienumwicklung hat sich bei häufig wechselnden Produktformen bewährt. Insbesondere V-Flügel-Trays bieten guten Schutz, eignen sich aber bisher nur für leichtere Waren. Für mehr Einsatzmöglichkeiten hat Romwell seine Twistpac-TK-Wickelanlage um eine automatische Polsterschaumzuführung erweitert.
Insbesondere V-Flügel-Trays bieten allein schon durch ihre Gestalt eine gute Schutzwirkung, eignen sich aber bisher nur für leichtere Waren. Jetzt gibt es eine Twistpac-TK-Wickelanlage mit automatischer Polsterschaumzuführung: Die dauerelastischen Rundprofile unterstützen die Polsterwirkung der Wellpapptrays, so dass diese deutlich höhere Gewichte tragen können. Nach Gebrauch lässt sich der PE-Schaum einfach entsorgen. Zudem wurde die Durchlassbreite der TK-Wickelmaschine um 60 Millimeter erweitert, so dass nicht nur schwerere sondern auch größere Produkte sicher verpackt werden können. Daneben wurde auch die Twistpac-TL-Serie für große und schwere Güter überarbeitet und mit einem neuartigen Wickelantrieb ausgestattet, der schneller und gleichzeitig leiser arbeitet. Erstmals vorgestellt werden die Neuerungen auf der diesjährigen FachPack in Nürnberg.
Empfindliche Produkte lassen sich sicher transportieren
Größter Vorteil der V-Flügel-Trays ist, dass ihre stoßdämpfenden Eigenschaften von den umgeklappten Seitenlaschen herrühren statt von der Materialstärke der Wellpappe. Auf diese Weise lassen sich empfindliche Produkte mittels Folienumwicklung ohne großen Materialaufwand sicher transportieren – bislang jedoch nur bis zu einem Produktgewicht von rund acht Kilogramm , da eine höhere Last die Flügel eindrücken würde. Beim weiterentwickelten Twistpac-TK-System dienen nun Rundprofile aus PE-Schaum als zusätzliche Stützen, wodurch die Transportsicherheit erhöht wird und sich nun auch deutlich schwerere Güter auf den Flügel-Trays verpacken lassen.
Einfach polstern und getrennt entsorgen
Um die jeweils geeignete Menge an Polstermaterial zuzuführen, vermessen Sensoren in der Wickelanlage zunächst das Tray. In Verbindung mit der im System hinterlegten Größe des zu verpackenden Produkts werden anschließend nicht nur die Zahl und Position der Wicklungen errechnet, sondern auch Länge und Anzahl der benötigten Schaumstoffprofile. Dabei hat sich gezeigt, dass üblicherweise zwei Stränge reichen. Diese werden als Endlosband von einer Rolle zugeführt, von der Folie erfasst und – je nachdem ob nur der Boden oder auch die hochgeklappten Seitenflügel unterstützt werden sollen – bei der richtigen Länge abgeschnitten. Da der PE-Schaumstoff nicht verklebt, sondern nur durch Druck fixiert wird, können die verschiedenen Verpackungsbestandteile Pappe, Folie und Polster nach dem Transport ohne jeden Aufwand getrennt entsorgt werden.
Die Schaumstoffzuführung ist bei neuen TK-Wickelanlagen als Extra erhältlich, entsprechende Maschinen stellt Romwell seinen Kunden bei Bedarf zur Verfügung. Auf diese Weise lässt sich das Polstersystem problemlos in eine bestehende Lösung einbinden. Die benötigten Anschlüsse bleiben dabei wie gewohnt, lediglich der Platzbedarf fällt aufgrund der Rolle mit den Schaumsträngen etwas größer aus.
Mehr Leistung und weniger Wartung für Schwergut-Wickler
Mit den TK-Modellen wurden auch die TL-Wickelanlagen für Schwergüter überarbeitet. Kern der Neuerungen ist ein eigens von Romwell entwickelter Antrieb für den Wickler, der sich durch eine höhere Leistung und Belastbarkeit beim Beschleunigen, im Betrieb sowie beim Bremsen auszeichnet. Daraus ergibt sich je nach Art des zu verpackenden Produkts, seiner Größe und weiterer Verpackungsparameter wie etwa der benötigten Folienmenge eine deutliche Erhöhung des Durchsatzes. Zusätzlich konnte die Geräuschentwicklung reduziert werden, was das Arbeiten mit der Maschine für das Personal insgesamt angenehmer macht.
Auch das Gehäuseprinzip wurde geändert: Bisher wurde der Wickelring mit seinen beweglichen Teilen am Gehäuse aufgehängt. Bei der neuen Variante wird der Ring in einem geschweißten Gitterohrrahmen gelagert, an dem alle Komponenten befestigt und verschraubt werden. Diese Konstruktion ist robuster und stabiler als das Blechgehäuse, was die neuen TL-Maschinen wartungsärmer macht und entsprechend die notwendigen Betriebsunterbrechungen verringert. Der neue Rahmen wird ab 2016 neben der gewohnten Bauart verfügbar sein. pb














