Fördertechnik
Eine kitzlige Aufgabe
erfüllt der Ex-Schutz-Deichselstapler im Bild, den ein deutsches Unternehmen der Chemieindustrie jüngst in Betrieb nahm: Mit dem Gerät wird ein Druckbehälter transportiert, in dem explosible Stoffe aus der Produktion entsorgt werden. Das Chemieunternehmen sah sich vor die Aufgabe gestellt, die Filterrückstände aus einem Verfahrensschritt zu sammeln und der Entsorgung bzw. Wiederverwertung zuzuführen. Hier fallen Stäube an, die nicht mit Wasser in Verbindung kommen dürfen, weil sie Sauerstoff an sich binden würden, so dass entzündlicher Wasserstoff entsteht.
Da das Unternehmen Wert auf Sicherheit legt, werden die Stäube in eigens für diesen Zweck konstruierten explosionsgeschützten Druckbehältern gesammelt. Für den Transport dieser Behälter hat Sichelschmidt auf der Basis der bewährten d 500-Baureihe einen „maßgeschneiderten“ Elektro-Deichselstapler entwickelt und gebaut. Das Flurförderzeug mit einer Tragfähigkeit von 2,3 Tonnen zeichnet sich durch eine deutlich erweiterte Spur von rund 1500 Millimeter aus. Dafür ist die Hubhöhe des Mastes im Vergleich zum Seriengerät deutlich begrenzt: Für die Anwendung sind 500 Millimeter ausreichend. Wesentliches Element der Sonderkonstruktion ist ein Lastaufnahmemittel, das individuell auf die Handling des Druckbehälters abgestimmt ist. Der Bediener unterfährt die Tragarme des Behälters, hebt den Hubmast an und stellt über eine Verriegelung eine stabile Verbindung von Behälter und Lastaufnahmemittel her. Dann kann der Deichselstapler mitsamt Behälter zur Sammelstation fahren.
Die Fahr- und Hubantriebe in der von Sichelschmidt entwickelten ASM-Drehstromtechnologie sind leistungsfähig, energiesparend und dank ihrer gekapselten Bauweise robust. Das Gerät ist für den Einsatz in Gas-Ex-Zone 1 (Kategorie 2G) gemäß ATEX-Richtlinie konzipiert und entsprechend zertifiziert.ms








