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Artikel und Hintergründe zum Thema

Maschinenkomponenten

Komponenten für den Maschinenbau

Robuste Rollen. Ein Beispiel aus der Kunststoffverarbeitung zeigt, wie sehr extreme physikalische Bedingungen Maschinen in Mitleidenschaft ziehen und wie Rollen Abhilfe schaffen können.

TORWEGGE 65-Kilo-Lenkrolle: Diese Lenkrolle gleicht an einer Spritzgussmaschine durch Druck und Hitze entstehende Bewegungen aus. Ohne sie wäre die Lebensdauer des Geräts deutlich kürzer. © Torwegge

Produkte aus Kunststoff wie Spielzeuge, Haushaltsgeräte oder Armaturenbretter werden in der Regel mithilfe von Spritzgussmaschinen geformt. Die fertigen Teile entstehen aus granuliertem oder schnurförmigem Rohmaterial unter Druck und Hitze. „Darauf reagieren diese Maschinen sehr stark, da sie zu großen Teilen aus Stahl bestehen“, sagt Uwe Eschment, Geschäftsführer von Torwegge. Durch die hohen Temperaturen dehnt sich das Metall aus und zieht sich bei Abkühlung wieder zusammen. Dadurch können Brüche und langfristig ein Defekt der Maschine die Folge sein. Da Stahl nur eine geringe Menge an Lastwechseln verkraftet, erhöht der ständige Wechsel zwischen Be- und Entlastung zusätzlich das Risiko.

Eschment weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Ausdehnungen und unregelmäßigen Kräfte ausgeglichen werden müssen, um die Lebensdauer der Maschinen zu verlängern. Dies ist zum Beispiel durch den Einsatz von Rollen möglich.

Eine Lösung aus dem Torwegge-Standardsortiment, die die bei der Nutzung von Spritzgussmaschinen entstehenden Ausdehnungen und ungleichen Kräfte ausgleichen kann, ist die Lenkrolle HB-STS mit Trapezgewindespindel, Fußschutz und Kugellager. Der Durchmesser ihres Rades misst 25 Zentimeter, der ihres Tellers 26 Zentimeter. Mit einer Lauffläche aus Stahl und dem ebenfalls aus einer Stahlschweißkonstruktion bestehenden Gehäuse hat sie eine Tragkraft von 3000 Kilogramm und bringt selbst 65 Kilogramm auf die Waage.

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Stabilität durch Flexibilität
Als Stützfuß unter eine Spritzgussmaschine gebaut, fängt die extrem tragfähige Lenkrolle die belastenden Bewegungen ab. Das geschieht dadurch, dass sie der Ausdehnungsbewegung des Metalls folgt, indem sie am Boden wenige Millimeter mit rollt. Anders als feststehende Füße verhindert die Rolle also, dass der Stahl bricht oder ermüdet. Auf diese Weise wird die Stabilität der Spritzgussmaschine gesichert, sodass die Produktion von Kunststoffteilen nicht aufgrund eines Geräteschadens zum Stillstand kommt.

Was die verschiedenen Einsatzzwecke von Rädern und Rollen betrifft, ist Eschment Experte. Das Unternehmen, das er leitet, hat sich zwar mittlerweile einen Namen als Anbieter ganzheitlicher Intralogistiksysteme gemacht, ist aber vor über 60 Jahren zunächst als Lieferant von Rädern und Rollen an den Markt gegangen - noch heute ein sehr wichtiges Geschäftsfeld. Das Sortiment umfasst in diesem Bereich mehr als 10.000 Teile.

Vanessa Dumke/dsc

Halle 10, Stand F31

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