Lastenhandling durch Brückenkrane
Elektromotoren für produktive Hübe
26 neue Brückenkrane sorgen in der neuen Produktionshalle des Unternehmens Schwäbische Werkzeugmaschinen für hohe Effizienz. Der Hersteller von horizontalen, mehrspindligen Bearbeitungszentren aus Waldmössingen verlässt sich in Sachen Kran- und Hebetechnik auf seinen langjährigen Partner Haisch Kran aus Eschenbach. Das Team um Dipl.-Ing (FH) Peter Haisch und Dipl.-Ing. (FH) Tobias Rehm, beide Sachverständige für Krane, konzipierten gemeinsam mit dem Architekten Dipl.-Ing. (FH) Peter Motzer eine maßgeschneiderte Handlingslösung für den komplexen Hallenneubau. Dabei galt es allen Anforderungen bei Schwäbische Werkzeugmaschinen gerecht zu werden und dennoch eine wettbewerbsfähige Lösung zu entwickeln. Dies gelang den Kranbauprofis aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung sowie der Verwendung von Krankomponenten von SWF Krantechnik.
Einträgerbrückenkrane und Zweiträgerbrückenkrane
Die Krananlagen wurden allesamt mit Cranekit-Komponentenpaketen von SWF Krantechnik gefertigt. Durch die flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten der Bauteile wurden Einträgerbrückenkrane mit oberem und seitlichem Anschluss, aufgebockte Einträgerbrückenkrane sowie Zweiträgerbrückenkrane mit oberem Anschluss erstellt. Alle Krananlagen werden per Funk mit 2,4-GHz-Technologie gesteuert. Dies bietet den Kranführern mehr Sicherheit während des Lastenhandlings. Sie sind nicht aufgrund des Steuerkabels an die Nähe zum Kran gebunden, sondern können sich frei bewegen und haben dadurch die Bewegung des Krans immer optimal im Blick.
Frequenzumrichtergesteuerte Elektromotoren
Für den nötigen Antrieb der Kranbrücken und Hubwerke sorgen frequenzumrichtergesteuerte Elektromotoren. Dabei kommen für die Hubbewegung die sogenannten A-Motoren zum Einsatz. Sie bieten den Vorteil, bei kleinen Lasten eine größere Geschwindigkeit zu erzeugen. Somit wird die Produktionszeit deutlich reduziert und die Produktivität gesteigert. Bei schweren Lasten aber auch generell ist ein sanftes, präzises Handling möglich, was zur sicheren Handhabung der wertvollen Endprodukte maßgeblich beiträgt. Durch die innovative Motorentechnologie spart der Betreiber neben der Zeit auch entsprechend Energiekosten. Zudem verlängern sich durch das sanfte Kran- und Katzfahren die Standzeiten der Verschleißteile, etwa die Bremsen der Fahrantriebe, was sich bei den Wartungskosten positiv auswirkt.
Stromzuführung zu den Hubwerken erfolgt mittels Energiekette
Eine weitere Besonderheit in der neuen Produktionshalle sind die übereinander liegenden Kranbahnen. Auf der oberen Kranbahn bewegen sich die vier Zweiträgerbrückenkrane mit 40 beziehungsweise zehn Tonnen Tragkraft. Die kompakten Baumaße der Elektroseilzüge Nova von SWF Krantechnik tragen hier zur optimalen Raumausnutzung bei. Architekt Dipl.-Ing. (FH) Peter Motzer konnte somit bei der Planung die Hallenhöhe entsprechend niedrig auslegen, was sich positiv auf Bau- und Betriebskosten auswirkt. Auf der unteren Kranbahn kommen die Einträgerbrückenkrane mit fünf beziehungsweise zwei Tonnen Tragkraft zum Einsatz. Auch hier wird mit der kurzen Bauart der Elektroseilzüge Nova eine optimale Hubhöhe erreicht. Die Stromzuführung zu den Hubwerken erfolgt mittels Energiekette. Dies bietet im Vergleich zum herkömmlichen Kabelschlepp den Vorteil, keine störenden Kabelschlaufen an der Brückenunterseite beim Überfahren von Hindernissen oder darunter liegenden Kranen zu haben. pb












