Schwerpunkt Flurförderzeuge

„Intralogistik und Digitalisierung sind untrennbar verbunden“

Auch Flurfördertechnik wird zunehmend klüger und autonomer. Die sich selbst organisierende Smart Factory ist die Basis, die Hersteller und ihre internen Produktionsbereiche, Logistikdienstleister und Kunden mit Hilfe der Digitalisierung vernetzt.

Abb: Fotolia/ Mimi Potter

Der Megatrend Digitalisierung dreht sich in der breiten Betrachtung zuvorderst um die Produktion. Unternehmen nutzen die neue Technik zur Vernetzung ihrer Maschinen, beschleunigen Geschäftsprozesse oder senken die Kosten der Serienfertigung. Um die Produkte aber auch effizient zum Werker, zur Distribution oder zum Kunden zu bringen, ist neben dem eigentlichen Transport der Einsatz dieser IT-basierten Technologien wie die intelligente Informationssteuerung unabdingbar. Vernetzt mit der Smart Factory ermöglicht die Smart Supply Chain, dass sich die Teile und Waren in Zukunft ihren Weg selbst suchen und Transport sowie Auslieferung eigenständig bestimmen wird.

Lösungsansätze für die aktuellen logistischen Herausforderungen liefern die Vernetzung, Digitalisierung und die Automatisierung von Prozessen. So können mit Softwarelösungen nicht nur hochautomatisierte, sondern auch manuelle oder teilautomatisierte Lager- und Logistikprozesse effizienter und produktiver gemacht werden. Die Beherrschung der Komplexität der Daten ist dabei ein Schlüsselfaktor. Deswegen verfügen moderne Flurförderzeuge zunehmend über mehr Sensorik und Intelligenz. Durch die Kommunikation mit diesen Fahrzeugen und ihre Anbindung an die in der logistischen Praxis hochvariante IT-Struktur werden Materialflussprozesse deutlich effizienter, prozesssicherer und ergonomischer.

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Dabei werden riesige Datenmengen produziert. Diese Big-Data-Volumen müssen verwaltet, sinnvoll genutzt und gegebenenfalls mit externen Partnern wie Zulieferern geteilt werden, wenn Lieferketten effizient funktionieren sollen. „Intralogistik und Digitalisierung sind untrennbar miteinander verbunden. Jetzt, in der vierten industriellen Revolution, sind wir wieder ganz vorn mit dabei und realisieren das Internet der Dinge mit intelligenten Containern und Ladungsträgern oder autonomen Fahrzeugen und Staplern“, sagt Prof. Michael ten Hompel, Lehrstuhls für Förder- und Lagerwesen an der TU Dortmund und geschäftsführender Institutsleiter am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML in Dortmund.

So kommunizieren beispielsweise heute schon Systeme selbstständig und stimmen die nächsten Prozessschritte und den Materialfluss miteinander ab. Mit Analysen von Millionen Datenquellen können Disponenten jede Route, jede Lieferung und Verspätung nachverfolgen. Risiken in der intralogistischen Lieferkette, beispielsweise leere Palettenstellplätze im Lager, lassen sich so schneller aufspüren und umgehen. Dies ist umso dringlicher, je stärker die Anforderungen wachsen, denn heutzutage erwarten Nutzer, dass die von ihnen bestellten Produkte innerhalb eines Tages – besser noch binnen weniger Stunden – geliefert werden. Dafür gibt es eigentlich nur einen Lösungsansatz: digitalisiert, vernetzt, automatisiert – alles im Zeichen von Industrie 4.0. bw

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